Kategorie: Rezepte

Chocolate Chip Bananenbrot

Machen wir mal eine kleine Zeitreise ins Jahr 2003, zum Zenith meiner Pubertät. Mein Stil bewegte sich irgendwo zwischen Metal, Hip-Hop, Baggy Pants und Netzoberteilen. Zwischen Neon-Ringel-Stulpen, ulkigen Haarfarben, Smokey Eyes paar excellence, Nietengürtel und schwarzem Nagellack. Zwischen harten und damals für mein Alter noch illegalen Alkoholexzessen in München und übelsten Schneemass-Bauernpartys, auf die man hier im Oberland gehen kann. Wer hätte damals gedacht, dass ich 15 Jahre später, nicht verkatert, in meinem Eigenheim auf meinem Bett mit Tagesdecke sitze, und mit einem Lächeln im Gesicht darüber schreiben kann. Auch wenn diese Zeit an Diversität wohl kaum zu toppen war, und ich auch damals schon einen Hang zur Übertreibung und Dramatik hatte, so bleibt das Jahr 2018 – zumindest emotional betrachtet- unübertroffen. Es hat am absoluten Tiefpunkt begonnen, ausgelöst durch einen neuen Job, den ich im Herbst ’17 angetreten hatte, der mich mental und körperlich vollkommen auszehrte, mich meine Grenzen übertreten ließ und meine tiefsten Ängste und Schwächen zum Vorschein brachte. Nach einer Depression zum Jahreswechsel, die mir teilweise die Kraft zum Aufstehen und zum Laufen raubte, nach langer Krankschreibung und selbstgewählter Arbeitslosigkeit und nach einigen, intensiven Therapiestunden, hab ich es über die letzten 12 Monate geschafft, wieder Kraft zu tanken, zu mir zu finden und meinen „Ressourcenkoffer“ zu füllen. Ein solcher Knock-Out wird mir in den nächsten Jahren nicht mehr passieren, ich habe genug Strategien entwickelt, die das verhindern und kann die Signale meines Körpers ganz genau deuten, wann ich mal wieder eine Pause brauche. Wo es mir allmählich besser ging, erlaubte ich es mir auch wieder, darüber nachzudenken, wie meine berufliche Zukunft aussehen kann.

Eins war mir nach dem letzten Arbeitgeber klar: Ich möchte niemals wieder einem Chef „gehorchen“ müssen. Deshalb habe ich im August des letzten Jahres, nach 8-monatiger Pause, den Schritt gewagt und meine nebenberufliche Tätigkeit als Foodstylist und Fotograf beim Finanzamt als Vollzeitstelle gemeldet. Uff. Angsteinflößend, wenn ich an meinen Kredit, an die Versicherungen, die Krankenkasse, die Mietkosten für das Atelier denke. Aber ich lebe gerade von einem Tag zum nächsten, versuche mich erst zu Sorgen, wenn es Grund zu Sorge gibt, und damit fahre ich eigentlich ganz gut, natürlich alles in vernünftigem Rahmen. Es kommen regelmäßig Aufträge rein, manches gefällt mir mehr, anderes weniger, aber ich kann neue Stile probieren, mich austoben und stilistisch zu mir finden.Das hat dazu geführt, dass ich, wie bereits im letzten Beitrag schon angepriesen, vor einer Woche mein eigenes Atelier beziehen durfte. Mein Freund und sein Vater haben mir schönes Dielen-Laminat über diese grässlichen Fliesen gelegt und ich habe letzte Woche schon einige Dinge aus dem Home-Studio ins neue Atelier gefahren und kann jetzt schon einigermaßen darin arbeiten. Was natürlich fehlt ist die Küche, ein ordentlicher Tisch, Wandfarbe – aber eins nach dem andern, bis Ende Januar habe ich vermutlich den Großteil mit Hilfe meiner absolut liebenswerten Freunde geschafft.

Gestern war dann der erste Shooting-Tag im Studio. Ich habe (noch von Zuhause) ein Chocolate Chip Bananenbrot gebacken, Sahne aufgeschlagen, eingetuppert, alle Kaffeeutensilien rausgekramt und einfach losgelegt. Und es ist so eine immense Erleichterung, ENDLICH Platz zu haben. Schon nach Shootingtag 1 fühle ich mich unheimlich beflügelt und überglücklich, diesen Schritt gegangen zu sein.

Chocolate Chip Bananenbrot

Zutaten für 1 Backform, Durchmesser 20 cm

  • 3 reife, zermatsche Bananen, mittelgroß
  • 75 g brauner Zucker
  • 75 g weißer Zucker
  • 80 g Butter, geschmolzen
  • 2 große Eier
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 120 g Joghurt, 3,5% Fett
  • 190 g Mehl 405er
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 100 g dunkle Schokoladenchips, oder kleingehackte Zartbitterschokolade
  • 2 Bananen zur Deko, der Länge nach aufschnitten
  • 1 Prise Zimt

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 165 Grad Heißluft vorheizen. Eine Backform, 20 cm, fetten und mit Backpapier auslegen.
  2. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Zimt vermengen. In einer weiteren Schüssel die flüssige Butter und die beiden Zuckersorten miteinander vermischen, entweder mit einem Rührlöffel oder mit einem Handmixer. Danach die zermatschten Bananen, gefolgt von Eiern, Joghurt und Vanilleextrakt unterrühren.
  3. Sobald die nassen Zutaten gut vermischt sind, die trockenen Zutaten unterheben. Ganz zum Schluss die Schokochips gleichmäßig unterrühren.
  4. Den Teig in die Form füllen. Zwei Bananen aufschneiden und mit der Schnittkante nach oben vorsichtig auf den Kuchen legen. Nicht eindrücken.
  5. Backzeit beträgt etwa eine Stunde. Wenn der Kuchen schön hochgegangen und goldbraun ist, am besten immer wieder prüfen, ob er 1. noch wackelt wenn man an der Form rüttelt und 2. ob bei der Stäbchenprobe noch Teig kleben bleibt.
  6. Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen, danach auf ein Blech stürzen. Auskühlen lassen und mit Beeren oder etwas Sahne servieren.

Gewürzte Cayenne-Brownies

Gut, das Sprichwort ist jetzt vielleicht nicht mehr meiner Generation zugehörig, aber ich weiß dennoch, dass ich wohl gerade unerwünscht bin, wenn ich dahin zurückgehen soll, wo der Pfeffer wächst! Aber wo ist das eigentlich? Ich hab ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht, so wie ich auch erst recherchieren musste, wie und wo die Avocado oder die Maracuja wächst. Zeit wird’s, das zu ändern. Ich möchte es mir angewöhnen, die Herkunft zumindest jener Produkte zu recherchieren, die ich tagtäglich in meiner Küche verwende. Sehr hilfreich zu diesem Thema ist ein E-Book vom Klingel Versandhaus, das ich Euch wärmstens ans Herz legen kann – hier erfahrt Ihr alles über die Herkunft von Gewürzen, die Wirkung jener auf unseren Organismus und unter dem Stichpunkt Expertenwissen gibt es zudem ein paar Rezepte an die Hand. Beim Thema „Backen mit Gewürzen“ komme ich ins Spiel: Ich durfte mich mit einem Rezept zu jener Rubrik an diesem Werk beteiligen. Unter diesem Download-Link findet ihr das E-Book, das neben vielen weiteren Informationen auch besagtes Rezept für „scharfe Schokoladenbrownies“ von meiner Wenigkeit enthält. 

Nichtsdestotrotz möchte ich natürlich das Rezept auch hier mit Euch teilen. Wer nicht so auf die Kombination aus Scharf und Süß steht, kann diese Brownies selbstverständlich auch ohne Gewürze zubereiten.

Gewürzte Cayenne Brownies

Zutaten für eine Backform 20×20 cm:

  • 150 g dunkle Schokolade
  • 185 g Butter                           
  • 220 g brauner Zucker
  • 3 Eier                                         
  • 40 g Kakao                              
  • 135 g Mehl                              
  • 1/2 TL Salz                               
  • ½-1 TL Cayenne Pfeffer
  • 1/2 TL Vanilleextrakt

Glasur:

  • 150 g Vollmilchkuvertüre
  • 100 g Sahne
  • 1 TL rosa Beeren/rosa Pfeffer

Zubereitung:

  1. Schokolade und Butter in Würfeln bei niedriger Temperatur oder über dem Wasserbad schmelzen. Wenn alles flüssig ist, lauwarm abkühlen lassen.
  2. Eier, Zucker und Vanilleextrakt dickcremig aufschlagen. Die Schoko-Butter-Masse einrühren. Danach die trockenen Zutaten in einer extra Schüssel vermischen und über die Ei-Schoko-Masse sieben.  Nur noch kurz unterheben.
  3. Eine 20*20 cm Backform mit Butter ausfetten. Backpapier mit 20 cm Breite in zwei Lange Streifen schneiden. Einen Streifen längs, einen Streifen quer in die Backform legen. So können Sie den Brownie nachher einfach aus der Form heben.
  4. Bei 160 Grad Ober- Unterhitze circa 40 Minuten backen. Die Brownies sollen innen noch „matschig“ sein.
  5. Während der Backzeit die Vollmilchkuvertüre sehr fein hacken. Sahne erhitzen, aber nicht kochen. Über die Schokolade gießen, 1 Minuten stehenlassen, danach die Ganache glatt rühren. Sofort abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
  6. Den Brownie gut auskühlen lassen. Die Schokoladenganache vollständig im Kühlschrank runterkühlen lassen.
  7. Die sehr kalte Ganache nochmal aufschlagen, bevor sie auf den Kuchen gestrichen wird. Wichtig ist, dass sowohl Ganache als auch Mixerarme sehr kalt sind, sonst kann die Sahne gerinnen. Die Ganache bekommt während des Aufschlagens eine hellere Farbe und eine luftige Konsistenz. Nicht überschlagen, damit die Sahne nicht ausflockt.
  8. Mit einem Löffel die Ganache auf den Brownie achterförmig aufstreichen. Mit rosa Beeren/rosa Pfeffer bestreuen und in die gewünschte Größe schneiden.


Zitronen-Rosen-Madeleines

Freunde, es gibt NEWS!! Die letzten Wochen ging alles so schnell und ich bin mit der Arbeit kaum hinterher gekommen. Aber es gibt was Fantastisches zu berichten: Ich gehe den nächsten Schritt in meiner Selbstständigkeit als Foodfotografin und Stylistin. Ich warte gerade nur noch auf den Mietvertrag und dann geht es schon los – ab Januar 2019 werde ich mit 99%iger Wahrscheinlichkeit ein eigenes kleines Atelier ganz in der Nähe meiner Wohnung beziehen. Es stehen einige Renovierungen an, z.B. werde ich den Boden mit einem PVC Bodenbelag auslegen der wie gegossener Beton aussieht, eine kleine, stylische Küche wird es geben, einen wundervollen Holztisch, eine kleine Nische mit tollem Lichteinfall für stimmungsvolle Foodbilder. 

Je mehr Auftragsanfragen in der letzten Zeit im Postfach eingingen, desto unsicherer war ich mit dem ganzen Projekt Selbstständigkeit, weil ich es hier in den eigenen vier Wänden einfach nicht stemmen kann und mich der Platzmangel teilweise an den Rand der Verzweiflung getrieben hat. Gerade habe ich ein kleines, nicht mal 10qm großes Zimmer zur Verfügung, wo auch noch ein großer Schrank und ein Schreibtisch drinsteht, und dann hat er noch nicht mal vier gerade Seiten.. Deshalb habe ich meine Arbeit teilweise schon auf die anderen Zimmer ausgelagert, was unabdinglich jeden Abend in großem Chaos endete. Wer als Freelancer schon mal mit externen Kunden gearbeitet hat, kennt auch die, die immer mal wieder über die Bilder schauen und kommentieren wollen. Und dieses Feedback kommt nicht immer dann, wenn man es gerade braucht um weiterzuarbeiten. Heißt: Ich musste die Settings immer einige Stunden stehenlassen, ehe ich weitershooten konnte. Alles extrem zeit- und platzaufwändig. Aber genau das wird sich nun ändern. Ich habe in meinem neuen, süßen 24qm Atelier mehrere Ecken mit tollem Licht, die ich auch einfach mal für ein paar Stunden so stehenlassen kann. Ich kann das Studio verlassen, ohne picobello aufräumen zu müssen und kann guten Gewissens in meine eigenen, sauberen und aufgeräumten vier Wände zurückkehren. Ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten. Werde dann natürlich einige Fotos des Umbaus mit euch teilen, wenn es soweit ist.

Heute habe ich noch einen Tag „Schonfrist“, bevor es ab morgen mit neuen Aufträgen Vollgas losgeht. Was fange ich mit meinem „freien“ Tag an? Ich backe, selbstverständlich! Und zwar: Madeleines, ein französischer Klassiker, für den es dutzende, nein, unzählige Variationen an Rezepten gibt. Ich habe ein Rezept vom renommierten Patissier Dominique Ansel ausprobiert – und leicht variiert – und sie sind einfach FANTASTISCH geworden.

Zutaten für 18 Madeleines

  • 115g Butter
  • 15 g brauner Zucker
  • 15 g Honig
  • 100 g weißer Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 120 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 3 große Eier
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • 1 Spritzer Rosenöl
  • Puderzucker
  • Non-Stick Backspray
  1. Am Vortag: In einem kleinen Topf, Butter, braunen Zucker und Honig bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Gleichmäßig mit einem Spatel rühren, damit nichts anbrennt. Die Mischung vom Herd nehmen und leicht auskühlen lassen.
  2. In einer Schüssel den weissen Zucker, Salz, Mehl und Backpulver vermengen und mit einem Schneebesen gut durchrühren. Nacheinander die Eier dazugeben und immer fest mit dem Schneebesen einarbeiten. Wenn alle Eier eingearbeitet sind, Stück für Stück die warme Butter-Honig-Masse dazugießen und kräftig durchrühren. Zum Schluss die Zeste von einer bis zu 1,5 Bio-Zitronen unterrühren und 1-2 Spritzer Rosenöl-Aroma hinzugeben. 
  3. Teig in einen Konditor-Spritzbeutel füllen, gut verschließen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Am nächsten Tag den Backofen bei Heißluft 175°C vorheizen. Ein Backblech falschherum in den Ofen schieben, damit die Madeleinform von allen Seiten genug Hitze bekommt.
  5. Die Spitze des Spritzbeutels abschneiden und die Madeleineform bis kurz unter den Rand füllen. Danach in den Ofen schieben, etwa 5-10 Minuten backen, bis die Ränder schon fest aussehen, dann einmal drehen und nochmal weiterbacken bis die Madeleines den typischen „Puff“ bekommen. Wenn man diesen vorsichtig antippt und er sich nicht mehr flüssig anfühlt, sind die Madeleines fertig.
  6. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und am besten noch warm genießen.

Pochierte Birne mit Teekaramell und Vanilleeis

Teil II meiner Kooperation mit Tee Gschwendner ist da, wie in meinem letzten Beitrag versprochen! Heute gibt es jedoch nichts Gebackenes sondern etwas Gekochtes: Pochierte Birne mit Teekaramell und Vanilleeis. Das ist die elegante Alternative zum Bratapfel und lässt so manche Hauptspeise auf dem Weihnachtstisch erblassen. Für dieses Dessert habe ich den Tee Gschwendner Rooibois-Tee Winterzauber verwendet, der wie dafür gemacht ist, um moderne Desserts wie dieses zu verfeinern.

Pochierte Birne mit Teekaramell und Vanilleeis

Zutaten für Vanilleeis, am Tag zuvor vorbereiten:

  • 500 ml Sahne
  • 165 ml Milch
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt, Mark und Schale
  • 1 Messerspitze Guarkernmehl

Zubereitung:

  1. Puderzucker und Guarkernmehl vermischen und durch ein Sieb streichen. Mit Sahne und Milch auffüllen und mit einem Schneebesen kräftig verschlagen. Dieses Gemisch vorsichtig aufkochen, aber nicht überkochen lassen.
  2. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die komplette Schote und das Mark zur Milch geben und mitkochen.
  3. Wenn die Masse leicht angedickt ist, den Herd ausschalten und die Masse mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Mit Folie bei Zimmertemperatur auskühlen lassen. Danach über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  4. Drei Stunden vor dem Servieren der pochierten Birne die Masse in eine Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Die Masse anschließend in eine Tupperdose umfüllen und nochmal bis zum Portionieren abgedeckt im Gefrierschrank durchfrieren lassen, damit sie schön fest wird.

Pochierte Birne:

  • 4 große Birnen
  • 250 ml Weißwein; Als alkoholfreie Alternative funktioniert auch heller Traubensaft, dann die Zuckermenge entsprechend um 50 g reduzieren
  • 200 g Zucker
  • 250 ml Wasser
  • 3 EL Tee, Rooibois, Winterzauber
  • 2 Zitronen, Saft und Schale
  • 40 ml Williamsbirne, optional

Teekaramell:

  • 105 g Zucker
  • 30 g Butter in Würfeln
  • 100 ml Sahne
  • 2 EL Tee, Winterzauber
  • ½ Prise Salz

Zubereitung pochierte Birne:

  1. Birnen waschen und schälen und von unten kreuzförmig einschneiden, dabei den unteren Strunk entfernen.
  2. 200 g Zucker in einen Topf füllen, der groß genug ist, um vier Birnen aufzunehmen. Erst bei starker Hitze ankaramellisieren, dann den Herd sofort runterschalten und den restlichen Zucker langsam und schonend zu hellbraunem Karamell schmelzen lassen.
  3. Wenn der Zucker goldbraun ist, Weißwein, Wasser, Teeblätter, Zitronenzeste und Zitronensaft zum Karamell geben, stark aufkochen lassen, bis sich alle Zuckerklumpen gelöst haben.
  4. Danach die Birnen in den Topf geben, bei mittelhoher Hitze und geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei die Birnen immer wieder drehen, damit sie gleichmäßig garen. Herd ausschalten und die Birnen im Sud auskühlen lassen. Wer es gerne hochprozentig mag, kann den Sud nun noch mit etwas Williams Christ Brand aromatisieren.

Zubereitung Karamell

  1. Sahne aufkochen, Tee hinzugeben und etwa 20 Minuten ziehen lassen.
  2. Zucker in einem kleinen Topf erst auf hoher Hitze, dann bei mittlerer Hitze zu goldbraunem Karamell schmelzen. Wenn sich alle Zuckerkristalle gelöst haben und das Karamell eine goldene Farbe hat (Achtung, nicht zu dunkel werden, sonst wird das Karamell bitter), die Butter in Stückchen zugeben.
  3. Sahne durch ein Sieb gießen und dadurch von den Teeblättern befreien und ebenfalls zum Karamell gießen. Diese Masse schäumt, blubbert stark und ist extrem heiß, hier unbedingt aufpassen. Zum Schluss noch eine kleine Prise Salz als Geschmacksverstärker unterrühren und in eine Sauciere mit Gießnase füllen.
  4. Birnen unter heißem Wasser abwaschen und von den Teeblättern befreien. Die Birne unten mit einem scharfen Messer begradigen, so dass sie auf dem Teller stehen bleibt. Dann mit einer Kugel Eis servieren und mit Teekaramell beträufeln.
Pochierte Birne

Apfel-Tee Cupcakes mit Vanille-Buttercreme

apfel cupcakes

Ich hab mich gefühlt nur einmal im Schlaf umgedreht und schon steht der Winter vor der Tür. Das soll aber nicht negativ klingen, ganz im Gegenteil. So sehr ich den Sommer und die lauen Abende am See liebe, so sehr schätze ich auch die gemütlichen Wintertage, die ich in Wolldecke eingekuschelt und mit einer Kanne Tee auf dem Tisch am liebsten am Sofa verbringe. Und wenn wir schon beim Thema sind – ich weiß, ich bin ein Meister der geschmackvollen Überleitungen – möchte ich Euch heute von meiner neuesten Foodblogger-Kooperation berichten.

Ich hab mich gefühlt nur einmal im Schlaf umgedreht und schon steht der Winter vor der Tür. Das soll aber nicht negativ klingen, ganz im Gegenteil. So sehr ich den Sommer und die lauen Abende am See liebe, so sehr schätze ich auch die gemütlichen Wintertage, die ich in Wolldecke eingekuschelt und mit einer Kanne Tee auf dem Tisch am liebsten am Sofa verbringe. Und wenn wir schon beim Thema sind – ich weiß, ich bin ein Meister der geschmackvollen Überleitungen – möchte ich Euch heute von meiner neuesten Foodblogger-Kooperation berichten.

Ich durfte für Tee Gschwendner zwei winterliche Rezepte entwickeln, bei denen alles unter dem Leitmotiv „Gerichte verfeinern mit Tee“ stehen sollte. Wenn Ihr mal etwas anderes ausprobieren wollt, solltet ihr jetzt unbedingt weiterlesen.

Wie bei Kakao- oder Kaffeebohnen gibt es auch beim Genussmittel Tee die ganze Bandbreite von sehr günstig bis hin zu extrem luxuriös, aus Massenproduktionen oder kleinsten Manufakturen aus aller Welt. Die Vielfalt an Sorten und Qualitäten bringt so manch einen Liebhaber dazu, Tee regelrecht zu zelebrieren,und aus Aufgusstechnik, Wassertemperatur und Ziehzeit eine kleine Wissenschaft zu machen. Und auch wir, Tee Gschwendner und meine Wenigkeit, wollten das Thema Tee von verschiedenen Seiten beleuchten und Inspirationen suchen, die über den reinen Teegenuss in Form einer mit heißem Wasser gefüllten Tasse hinausgehen. Es geht in folgendem Artikel darum, im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick über den Tellerrand zu wagen und herauszufinden, was mit Tee noch so alles kulinarisch angestellt werden kann. Vorab sei gesagt: Als Aromastoff ist der Vielfalt der Teerezepte keine Grenzen gesetzt. Wir haben uns heute jedoch auf Tee Gschwendners Weihnachtstees fokussiert: Mainzelmännchens Winterapfel und TeeGschwendner Winterzauber. Wie bei jedem anderen Aromastoff auch kommt es beim Backen und Kochen mit Tee auf die richtige Menge an – das Teearoma soll nicht dominieren, vielmehr soll es Ziel sein, dass sich die Aromen des Tees subtil und harmonisch in die Komposition einfügen.

Anfangen möchte ich heute mit einem Cupcake-Rezept mit Apfelstückchen und einer luftigen Swiss-Meringue Vanille-Buttercreme. Nächste Woche um die gleiche Zeit möchte ich dann ein weiteres Tee-Dessert-Rezept mit Euch teilen – ihr dürft gespannt sein!

Apfel-Tee-Cupcakes mit Vanille-Buttercreme

Für 12 Cupcakes:

  • 200 g Mehl
  • 40 g Speisestärke
  • ½ Pck. Backpulver
  • Prise Salz
  • 130 g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g Butter, zimmerwarm
  • 3 Eier, zimmerwarm
  • 170 g Milch
  • 4 EL Tee Mainzelmännchens Winterapfel
  • 2 mittelgroße Äpfel, Boskoop
  • Abrieb von einer Bio Zitrone
  • Saft von 1 Zitrone

Buttercreme:

  • 80 g Zucker
  • 120 g Eiweiß, etwa 3-4 Eier, oder pasteurisiert aus dem Tetra Pack
  • 300 g Butter, zimmerwarm
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Zitronensäure
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Ahornsirup für die Deko

Zubereitung:

  1. Am Vortag: Tee in eine hitzefeste Schüssel füllen, Milch aufkochen und darüber gießen, über Nacht abkühlen lassen und am nächsten Morgen durch ein Sieb gießen.
  2. Zimmerwarme Butter aufschlagen, Zucker einrieseln lassen und etwa 10 Minuten schaumig schlagen. Nacheinander die Eier hinzugeben, jedes Ei so lange schlagen bis es komplett eingearbeitet ist.
  3. Mehl, Backpulver, Zimt, Speisestärke und die Prise Salz in einer Schüssel vermengen und einmal gut durchsieben.
  4. Zitronenabrieb und -Saft und Vanilleextrakt zu der Eier-Butter-Masse geben.
  5. Danach die Mehlmischung abwechselnd mit der aromatisierten Milch zum Butter-Eier-Gemisch geben.
  6. Äpfel waschen, vierteln und in sehr dünne Scheiben schneiden. 2/3 der Äpfel unter den Teig heben.
  7. Muffinbackblech mit Papierschälchen auslegen, Teig gleichmäßig darin verteilen und mit den restlichen geschnittenen Äpfeln bestreuen. Im vorgeheizten Ofen (160°C, Heißluft) circa 20-25 Minuten backen, bis die Muffins schön aufgegangen und goldbraun sind.
  8. Für die Swiss Meringue Buttercreme:
    Entweder pasteurisiertes Eiweiß (z.B. von DM, Pumperlgsund, Bio-Eiweiß) oder das Eiweiß von frischen Bio-Eiern mit Zucker vermengen. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, auf mittlere Hitze zurückschalten. Dann in einer Edelstahlschüssel die Eiweiß-Zucker-Masse schonend und unter ständigem Rühren erhitzen. Wer ein Zuckerthermometer besitzt: Bei etwa 60 Grad Flüssigkeitstemperatur ist der Zucker gelöst, wer kein Thermometer besitzt: Nach etwa 5-10 Minuten in die Flüssigkeit fassen und zwischen den Fingern reiben. Wenn kein Zucker mehr zu spüren ist, ist die Masse auf Temperatur.
  9. Danach die Eiweiß-Zuckermasse in einen Mixer füllen, die Prise Salz zugeben und bei hoher Frequenz steif schlagen. Das dauert etwa 10 Minuten, die Masse muss KOMPLETT abgekühlt sein, bevor die Butter hinzugegeben wird. Wenn die Eiweißmasse steif ist, eine Prise Zitronensäure in die Creme geben und das Vanilleextrakt hinzugeben. Wenn die Eiweißmasse komplett auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, die Butter nach und nach und unter ständigem Rühren dazugeben. Je nach Temperatur kann es sein, dass die Masse ausflockt – wenn man aber weiterrührt, verbinden sich die einzelnen Komponenten wieder zu einer cremigen Masse.  Wenn die Buttercreme schön homogen ist, nochmal 5 Minuten auf höchster Frequenz weiterschlagen, bis die Creme sehr fluffig und leicht ist.
  10. Dann in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und gleichmäßig auf die 12 Apfel-Muffins aufspritzen. Für die Deko kann noch ein wenig Ahornsirup über die Creme getröpfelt werden.

Blackout Chocolate Cake

Gibt es sowas wie ein Zuviel an Schokolade? Für mich, Nein! Ich esse relativ selten, dann aber so richtig Schokolade. Heißt: Ich versuche immer maximal viel Kakao oder maximal viel Schokolade in meinen Backwaren einzusetzen, dass sie so richtig dunkel, herb und saftig werden. Dieser Kuchen nennt sich im Internet treffenderweise“Blackout Chocolate Cake“, das Originalrezept findet ihr hier. Doch so wie es bei amerikanischen Rezepten immer ist, musste ich extrem an der Zuckermenge drehen. Im Frosting ist sogar fünf mal weniger Puderzucker als im Originalrezept angegeben, darüber hinaus auch noch mehr Frischkäse als ursprünglich vorgesehen. Ich glaub mir hätte es den Mund zusammengeklebt, hätte ich die Originalrezeptur verwendet. Aber mit meinen Modifikationen ist er für mich, was soll ich sagen, PERFEKT! Der Teig ist kein bisschen trocken, aber immer noch luftiger als ein Brownie und die Creme ist fluffig und herb, nicht zu süß und in der Kombination einfach nur köstlich.

Blackout Chocolate Cake

Zutaten für eine Springform mit 18 cm:

  • 250 g Mehl
  • 250 g feiner Rohrzucker
  • 80 g Kakaopulver
  • 1 Sachet Instant-Espressopulver
  • 1 EL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 gestrich. TL Salz
  • 3 Eier, Größe L
  • 200 g Creme Fraiche
  • 280 ml Milch
  • 80 g Öl
  • 1 EL Vanilleextrakt

Frosting:

  • 150 g weiche Butter
  • 300 g Doppelrahmfrischkäse
  • 75 g Kakaopulver
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Puderzucker
  • 100 g Sahne


Zubereitung:

  1. Ofen auf 175° Ober-Unterhitze vorheizen. Zwei 18 cm Springformen fetten und gut bemehlen. Wenn nur eine Springform im Haus ist, dann auf zwei Portionen nacheinander backen.
  2. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. In einer kleineren Schüssel alle flüssigen Zutaten vermischen. Nasse Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und so lange rühren, bis keine Mehlklumpen mehr vorhanden sind.
  3. Etwa 40-45 Minuten backen, bis der Kuchen gut aufgegangen ist. Im Zweifel die Stäbchenprobe machen und Backzeit je um 5 Minuten verlängern. Dann wieder den Gargrad testen.
  4. Backformen aus dem Ofen nehmen, mit einem scharfen Messer am Rand entlangschneiden. Nochmal 15 Minuten auskühlen lassen, dann auf einem Gitter stürzen und Rand ablösen. Den Kuchen gut auskühlen lassen. Für das Frosting Butter und Puderzucker 5 Minuten schaumig rühren. Danach alle restlichen Zutaten dazugeben und hellcremig aufschlagen.
  5. Die untere Teigplatte mit 1/3 des Frostings bestreichen. Dann den zweiten Boden daraufsetzen und mit einem weiteren Drittel des Frostings bestreichen. Dabei aber nur eine dünne Schicht obenauf und die Seiten ebenfalls großzügig bestreichen.
  6. Restliches Frosting in einen Einwegspritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf den Kuchen dressieren. Wer möchte, kann noch Kakaopulver über den fertigen Kuchen streuen. Fertig!

Chocolate Chip Bananenwaffeln

bananenwaffeln

Die wohl spannendste Zeit meines Lebens hat vor etwa zwei Wochen begonnen: Meine Selbstständigkeit! Den Schritt sind schon so viele vor mir gegangen und dennoch fühlt es sich so an, als würde ich gerade eine völlig neue Welt betreten. Meine Zeit selbst organisieren: Ein Traum! Von Zuhause arbeiten und während der Computerarbeit die Katzen streicheln: Ein Traum! Die Angst davor, dass Zeiten kommen, in denen Aufträge ausbleiben: Nicht so toll. Aber gerade in diesem Moment kann ich mich nicht beklagen. Die Zeiträume, in denen ich tatsächlich Leerlauf habe, nutze ich, um mich fotografisch weiterzuentwickeln. Um mit neuen Methoden und Techniken herumzuexperimentieren hat mir neben meinen Vollzeitjobs bislang einfach die Zeit gefehlt, jetzt kann ich guten Gewissens neue Dinge ausprobieren. Gesundheitlich bin ich auch wieder voll auf dem Dampfer, ich tue etwas gegen überhöhte Ansprüche, gegen den quälenden Perfektionismus und lerne, dass es manchmal auch ok sein kann, nur 90% statt 150% zu geben. Länger will ich Euch aber nicht auf die Folter sparen, schließlich geht’s bei meinem Blog ja immer noch um Kulinarik. Heute auf dem Speiseplan: Chocolate Chip Bananenwaffeln (vom Bananenbrot inspiriert) mit Karamellsoße. Frisch aus dem Waffeleisen sind sie außen knusprig und innen saftig, aber auch nach zwei Tagen im Kühlschrank sehr empfehlenswert.

bananenwaffeln

Chocolate Chip Bananenwaffeln

Zutaten für etwa 8-10 Waffeln:

  • 3 mittelgroße Bananen
  • 100 g Butter
  • 175 g weißer Zucker
  • 2 Eier
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 120 g Saure Sahne
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 170 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel)
  • 60 g gehackte Schokolade
  • 50 g Walnüsse
  • 1 TL Zimt

Karamellsoße:

  • 150 g Zucker
  • 60 g Butter
  • 90 ml Sahne
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung:

  1. Schokolade und Walnüsse sehr fein hacken. In einer großen Schüssel Mehl, Salz,  Zimt und Backpulver miteinander vermengen. Bananen schälen und mit einer Gabel matschig zerdrücken.
  2. Butter mit Zucker schaumig rühren, etwa 10 Minuten. Eier nach und nach hinzugeben. Wichtig: Alle Zutaten sollten etwa die gleiche Temperatur haben, sonst wird der Teig flockig.
  3. Joghurt und zermatsche Bananen abwechselnd mit der gesiebten Mehlmischung zum Teig geben.
  4. Am Schluss noch die Walnüsse und die Schokolade unterziehen.
  5. Im heißen , gefetteten Waffeleisen circa 4-5 Minuten bei 2/3 Hitze ausbacken.
  6. In einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze den Zucker schmelzen. Den Topf idealerweise nur schütteln und schwenken, statt zu rühren, so wird die Klümpchenbildung minimiert. Wenn der Zucker komplett geschmolzen ist und eine goldbraune Farbe annimmt, vom Herd nehmen. Dann die Butter in kleinen Stückchen unterrühren, bis sie geschmolzen ist. Danach noch die Sahne und das Salz hinzugeben. Der Zucker wird wieder fest, dies ist normal. So lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Zucker sich wieder gelöst hat und man eine sämige Karamellsoße bekommt. Das kann gut 10-15 Minuten dauern. Etwas abkühlen lassen und mit frischen Bananen und Waffeln servieren.
Bananenwaffeln

Nicecream

acai

Eigentlich hasse ich nichts mehr als aufgezwungene Entscheidungen. Ich bin schließlich eine freie Frau und entscheide, wen ich in mein Leben lasse, was und wieviel ich arbeite und wie ich mein Leben gestalten möchte. Aber so langsam bekomme ich das Gefühl, dass die letzte Entscheidung, die mir ‚aufgezwungen‘ wurde, zu einer der besten meines Lebens werden wird. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate werde ich vollständig selbstständig als Foodstylistin und Fotografin arbeiten. Mit eigener, freier Versicherung, eigenem Risiko und völliger Selbstverantwortung. Also habe ich jetzt noch ein wenig „Schonfrist“, um alles vorzubereiten, und dann geht es tatsächlich los. Irgendwie wusste ich ja schon seit Anfang des Jahres, als mich meine letzte Arbeit regelrecht krank gemacht hat, dass das Prinzip des Angestellt-Seins kein Konzept für die Zukunft ist. Ich organisiere mich gerne und gut selbst, kann meine eigenen Deadlines realistisch planen, bin auch nicht auf den Kopf gefallen, wenn es um Buchhaltung geht. Aber dennoch hatte ich bisher immer noch großen Respekt davor, den Schritt der vollständigen Selbstständigkeit zu wagen. Nun denn, jetzt muss ich, und seitdem ich weiß, dass das mein Weg sein wird, ist auch wieder mehr Inspiration zurück. Heute morgen wollte ich dann mal was neues probieren: es gab eine wirklich leckere und äußerst gesunde Acai-Nicebowl mit frischen Früchten und knusprigem Buchweizengranola. Nicecream? Eine Eiscreme, die im Mixer aus gefrorenen Bananen, Mandelmilch und etwas gefrorenen Tiefkühlfrüchten hergestellt wird wird. Ohne Öl, ohne Zuckerzusatz. Und echt richtig lecker! Seit letztem Jahr der heiße Scheiß auf Instagram.

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Das Tolle ist, dass ich hierfür gar kein Rezept niederschreiben muss. Einfach am Vortag reife (!) Bananen in dünne Scheiben schneiden und einzeln einfrieren, sodass sie nicht aneinander kleben. Wenn sie durchgefroren sind in den Mixer geben, dann einen Schuss Mandelmilch, TK-Beeren nach Wahl (Menge auch nach Geschmack), Acai-Pulver (oder auch nicht) dazugeben. Vielleicht noch etwas Vanille dazu und schoooon habt ihr ein super leckeres, gesundes Eis, das sich sehr vielseitig aromatisieren lässt.

Direkt aus dem Mixer ist die Eiscreme schön formbar, aber nicht extrem fest. Wenn ihr also richtige Kugeln formen wollt, dann füllt das Eis in eine flache Tupperdose und friert das ganze nochmal für 1-2 Stunden ein.

Ihr könnt das Eis mit Schokolade bestreuen, frische Früchte dazugeben oder mit etwas Müsli essen. Oder mit allem zusammen. Das beste daran ist aber eigentlich, dass diese Eiscreme ohne schlechtes Gewissen zum Frühstück vernascht werden kann.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen!

Erdbeertorte

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Ist das nur eine Phase? Bin ich einfach nur schlecht gelaunt, faul und dauernd müde? In meinem Fall: Nein, dahinter steckt mehr. Wesentlich mehr. Nach dem selbstgewählten Tod von Anthony Bourdain und Kate Spate kocht das Thema Depressionen in den sozialen Medien wieder hoch. Scheinbar jede zweite Internetgröße war oder ist in ihrem Leben schon einmal damit konfrontiert gewesen. Selbst die, die immer ein breites Lächeln aufsetzen. Ich bin keine Größe in den sozialen Medien, ganz im Gegenteil, sogar noch sehr verwurzelt im wirklichen, langweiligen Leben, doch auch ich wurde vor einigen Monaten nicht von der Diagnose Depression verschont. Wie meine Familie. Wie viele meiner Freunde. Und nichts daran ist außergewöhnlich, nichts gibt Anlass dazu, darüber zu schweigen. Es trifft so viele Menschen, also lasst uns darüber diskutieren, wie über eine Sprunggelenksverletzung oder eine Krebserkrankung. Seit ein paar Monaten bin ich jedoch auf einem außergewöhnlich guten Weg der Besserung. Ich lerne meine Grenzen kennen, lerne Nein zu sagen, lerne nicht mehr 150%, sondern nur 100% oder auch nur 80% zu leisten und mich dennoch genauso wertvoll zu fühlen. Ich spare meine Ressourcen für das wirklich Wichtige und merke, dass ich genau das in den letzten Jahren stark vernachlässigt hatte. Ich habe immer nur für die Arbeit, für das Wohl der anderen und für meinen beruflichen Erfolg geschuftet. Meine Gesundheit, physisch und psychisch, ist dabei viel zu kurz gekommen. Durch meine berufliche Auszeit und den Fokus auf mich selbst habe ich wieder Energie für neue Inspiration gewonnen. Neue Kraft für neue Projekte. Dadurch ebne ich meinen Weg in die Selbstständigkeit, an der ich aufgrund meiner eigenen Ansprüche jetzt nicht mehr zerbrechen werde.

Gut zu mir selbst zu sein bedeutet auch, mir ab und an etwas zu gönnen. Wie heute morgen, ein großes Stück dieser Biskuit-Frischkäsetorte mit selbstgepflückten Erdbeeren. Diesen Kuchen habe ich schon in meiner Kindheit oft gemacht. Natürlich weniger hoch und dekoriert, aber der Geschmack ist der Gleiche geblieben.

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Erdbeertorte

Zutaten für eine 16 cm Torte:

  • 5 Stück Eier
  • 180 g Zucker
  • 1 TL Vanillepaste
  • 160 g Mehl
  • 20  g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 120 g Puderzucker
  • 600 g Frischkäse
  • 200 g Sahne
  • 1 Zitrone, Saft und Schale
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Erdbeeren und Beeren nach Wahl für die Dekoration

Zubereitung:

  1. Eier trennen. Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und den Zucker sehr langsam einrieseln lassen.
  2. So lange schlagen bis der Eischnee schön steif und glänzend ist. Danach auf langsamer Stufe nach und nach das Eigelb zugeben. So lange rühren bis alle Eigelbe vermengt sind.
  3. Mehl, Speisestärke, Backpulver mischen. Über die Eimasse sieben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
  4. Zwei 18 cm Springformen am Boden fetten. Den Boden mit Backpapier auslegen. Sehr wichtig: Niemals die Seiten der Springform fetten, sonst wird der Biskuit in sich zusammenfallen, da er nicht nach oben klettern kann.
  5. Ofen auf 180°C vorheizen. Die Masse gleichmäßig in die Springformen einfüllen und etwa 25-30 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten auskühlen lassen. Am Rand mit einem scharfen Messer entlangschneiden, dann auf einen Rost stürzen, Springform lösen, Backpapier abziehen und komplett auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen der Böden, diese horizontal durchschneiden.
  6. Weiche Butter mit Puderzucker schaumig schlagen. Danach löffelweise den Frischkäse dazugeben. Zitronenschale-, Saft und Vanilleextrakt einrühren. Die Sahne steif schlagen, danach unterheben und nochmal aufschlagen, damit keine Klumpen mehr vorhanden sind.
  7. Springform mit Tortenfolie auslegen. Diese verhindert, dass die Creme nachher am Ring kleben bleibt. Die Folie lässt sich wesentlicher leichter und rückstandsloser entfernen als der Tortenring. Als erstes einen Boden in den Tortenring drücken und ein Viertel der Creme darauf verteilen. So weiter vorgehen, bis alle Böden aufgebraucht sind. Abschließen sollte die Torte mit einer Cremeschicht. Am besten 2-3 EL Creme zur Seite legen um im Nachhinein noch vorhandene Löcher zu kaschieren. Mit Beeren nach Wahl garnieren. Wenn sie getragen werden soll, empfehle ich, schwere Beeren mit einem Zahnstocher zu fixieren.
  8. Danach für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. 

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Mohnschnecken Challa

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Endlich ist der Frühling in München angekommen, meine Stimmung geht merklich bergauf. Ich liebe Winter und vor allem Schnee, glitzernde Wiesen und auch einer klirrenden Kälte kann ich etwas abgewinnen, aber diese grauen und tristen Tage der letzten Wochen haben mir wirklich aufs Gemüt gedrückt. Als die Sonne letzte Woche endlich wieder zum Vorschein kam und die Temperaturen deutlich angestiegen, konnte ich wieder neue Energie schöpfen. Neue Energie für meinen Körper, für meine Seele und meinen Geist. Gerade lebe und arbeite ich von Zuhause. Meinen Job in einem Concept Store habe ich gekündigt, da die Arbeitsbelastung meine Kräfte geraubt hatte.

Wie geht es nun weiter?

Nun denke ich denke über die Zukunft nach, stehe zum Großen Teil in meiner Küche, um neue Rezepte auszuprobieren. Es ist mir ein großes Anliegen, mich und meinen Stil zu finden und auf den Punkt zu bringen. Neue Stylings, neue Rezepte, neue Retusche Techniken für meine Bilder. Ebenso und fast so wichtig ist es mir, Einblicke in meine Person zuzulassen. Bislang fiel es mir schwer, ehrlich je nach Stimmungslage zu schreiben, daher habe ich manchmal auch einige Wochen nichts gepostet, wenn mir nicht danach war oder ich zuviel Stress und schlechte Gedanken hatte. Aber es ist jetzt an der Zeit, mich zu öffnen und ein wenig mehr von mir selbst, meiner Vergangenheit und meinen Träumen zu erzählen. Einer meiner großen Wünsche ist es, selbstständig zu arbeiten um das zu tun, was ich am Besten kann. Die Schönheit in Lebensmitteln zu entdecken, herauszuarbeiten und fotografisch festzuhalten. Noch ist mir das Projekt zu riskant. Aber ich spüre tief in mir drin, dass es der richtige Weg für mich ist. Habt Ihr Erfahrungen damit? Wie sieht es aus mit Versicherungen, finanzieller Absicherung, Existenzängsten? Schreibt mir gerne in die Kommentare oder eine e-Mail, ich würde mich sehr über Feedback freuen, auch wenn Ihr in einer anderen Branche arbeitet.

Blogger sein oder sein lassen?

Am Begriff des Bloggers haften viele Vorurteile. Oberflächlich, selbstverliebt und ungebildet sollen sie sein. Daher distanziere ich mich sehr gerne davon. Ich war eine der Ersten in der Foodbloggerszene, habe darin jedoch nie eine Möglichkeit der Selbstverwirklichung gesehen, weshalb der Törtchenherzog viel zu wenig Beachtung bekommen hat. Meine ersten Schritte als selbstständige Bloggerin bin ich nach meiner Kündigung mit Edeka gegangen. Zuvor hatte ich mich immer dagegen gewehrt, Produkte zu vermarkten, da ich frei von Werbung bleiben wollte und ich dachte, dies würde nicht akzeptiert werden. Doch ich beginne nun, die Marken und Produkte zu hinterfragen, die mir angeboten werden und Inspirationsgeber zu werden. Ich betreibe Recherche und entscheide dann, ob ich mich mit dem Kunden identifizieren kann. Und im Falle von Edeka kann ich das, viele andere Anfragen habe ich bereits abgelehnt.

Um zum Punkt zu kommen: Es ist Zeit für ein neues Rezept und ein neues Styling und die Chance, einen Einkaufsgutschein zu gewinnen. Die Vorgehensweise ist sehr einfach, sofern ihr auf Instagram aktiv seid.

  1. Wählt Euer Lieblingsprodukt der Edeka Eigenmarke mit dem blauen Edeka-Carée
  2. Folgt dem offiziellen @Edeka Account.
  3. Ladet ein Bild mit Eurem Lieblingsprodukt auf Eurem Instagram-Profil hoch, erklärt Euren Followern, was es zu einem Eurer #edekalieblinge macht und vertaggt den offiziellen @Edeka-Account.
  4. Für Euer Posting habt Ihr Zeit bis zum 22.4. – danach werden die drei glücklichen Gewinner ausgelost!

Und falls Ihr darauf keine Lust habt, dann lest bitte dennoch weiter, weil ich mit einem der Produkte eine wunderbare Mohn-Challa kreiert habe. Sie ist überhaupt nicht trocken und wird durch die Himbeerglasur so richtig fruchtig.

mohnchalla

Mohnschnecken-Challa

Zutaten für 1 Stück:

  • 350 g Dinkelmehl
  • 35 g gemahlenen Mohn
  • 210 ml Milch, lauwarm
  • 60 g zerlassene Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 2/3 Pck. Trockenhefe
  • 1 Prise Salz
  • 35 g Zucker
  • Schale von einer Bio-Zitrone

Füllung:

  • 2 Packungen Mohnfülle von Edeka oder selbstgemachte Mohn- oder Nussfülle

Glasur:

  • 1 Ei
  • 1 Schuss Milch
  • 1 Schuss Vanilleextrakt
  • Brauner Zucker, nach Bedarf

Topping:

  • 100 g TK Himbeeren
  • Schuss Vanilleextrakt
  • 200 g Puderzucker
  • Saft von einer Bio-Zitrone

Zubereitung:

  1. Zuerst Mehl mit gemahlenem Mohn, Trockenhefe, Salz, Zucker und Zitronenschale vermengen. Milch , Butter und Vanilleextrakt in einem Topf erwärmen, bis sich die Butter komplett gelöst hat.
  2. Danach die warme Milch in die Mehlmasse gießen und gut kneten, bis ein homogener, nicht zu klebriger aber weicher Teig entsteht.
  3. Für eine Stunde unter einem Küchentuch ruhen lassen. Danach zu einer länglichen Rolle formen, in vier gleich große Stücke teilen. Je ein Stück zu einem länglichen Rechteck von etwa 25*8 cm ausrollen. Eine Längshälfte mit der Edeka Mohnfülle bestreichen. Dann die Ecken des Rechtecks aufeinanderklappen. Den nun entstandenen, schmaleren Streifen ebenfalls mit Mohnfülle bestreichen. Beide Außenkanten aneinanderdrücken, dass die Mohnfülle innenliegt, diese neu geformte Rolle auf einer bemehlten Unterlage nochmal zu einer gleichmäßígen Rolle ausrollen, die etwa eine Länge von 50 cm haben sollte.
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  4. Mit den drei weiteren Teigstücken genau so verfahren. Dann die vier Stränge wie auf den Bildern zu sehen verknoten.
  5. Wieder eine Stunde ruhen lassen. 1 Ei mit einem Schuss Milch, einem Schuss Vanilleetrakt verrühren. Das aufgegangene Mohnbrot damit bestreichen. Mit braunem Zucker bestreuen.
  6. Ofen auf 180 *C vorheizen (Ober-Unterhitze). Dann das Mohnbrot auf mittlerer Ebene in den Backofen schieben und etwa 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.
  7. Indes die TK Himberen mit dem Vanilleextrakt und dem Saft einer Zitrone aufkochen. Gut pürieren und etwas abkühlen lassen. Mit dem Puderzucker verrühren, bis eine glatte Masse entsteht und großzügig auf dem ausgekühlten Mohn-Pull-Apart-Bread verteilen.

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