Kategorie: Torten

Blackout Chocolate Cake

Gibt es sowas wie ein Zuviel an Schokolade? Für mich, Nein! Ich esse relativ selten, dann aber so richtig Schokolade. Heißt: Ich versuche immer maximal viel Kakao oder maximal viel Schokolade in meinen Backwaren einzusetzen, dass sie so richtig dunkel, herb und saftig werden. Dieser Kuchen nennt sich im Internet treffenderweise“Blackout Chocolate Cake“, das Originalrezept findet ihr hier. Doch so wie es bei amerikanischen Rezepten immer ist, musste ich extrem an der Zuckermenge drehen. Im Frosting ist sogar fünf mal weniger Puderzucker als im Originalrezept angegeben, darüber hinaus auch noch mehr Frischkäse als ursprünglich vorgesehen. Ich glaub mir hätte es den Mund zusammengeklebt, hätte ich die Originalrezeptur verwendet. Aber mit meinen Modifikationen ist er für mich, was soll ich sagen, PERFEKT! Der Teig ist kein bisschen trocken, aber immer noch luftiger als ein Brownie und die Creme ist fluffig und herb, nicht zu süß und in der Kombination einfach nur köstlich.

Blackout Chocolate Cake

Zutaten für eine Springform mit 18 cm:

  • 250 g Mehl
  • 250 g feiner Rohrzucker
  • 80 g Kakaopulver
  • 1 Sachet Instant-Espressopulver
  • 1 EL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 gestrich. TL Salz
  • 3 Eier, Größe L
  • 200 g Creme Fraiche
  • 280 ml Milch
  • 80 g Öl
  • 1 EL Vanilleextrakt

Frosting:

  • 150 g weiche Butter
  • 300 g Doppelrahmfrischkäse
  • 75 g Kakaopulver
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Puderzucker
  • 100 g Sahne


Zubereitung:

  1. Ofen auf 175° Ober-Unterhitze vorheizen. Zwei 18 cm Springformen fetten und gut bemehlen. Wenn nur eine Springform im Haus ist, dann auf zwei Portionen nacheinander backen.
  2. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. In einer kleineren Schüssel alle flüssigen Zutaten vermischen. Nasse Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und so lange rühren, bis keine Mehlklumpen mehr vorhanden sind.
  3. Etwa 40-45 Minuten backen, bis der Kuchen gut aufgegangen ist. Im Zweifel die Stäbchenprobe machen und Backzeit je um 5 Minuten verlängern. Dann wieder den Gargrad testen.
  4. Backformen aus dem Ofen nehmen, mit einem scharfen Messer am Rand entlangschneiden. Nochmal 15 Minuten auskühlen lassen, dann auf einem Gitter stürzen und Rand ablösen. Den Kuchen gut auskühlen lassen. Für das Frosting Butter und Puderzucker 5 Minuten schaumig rühren. Danach alle restlichen Zutaten dazugeben und hellcremig aufschlagen.
  5. Die untere Teigplatte mit 1/3 des Frostings bestreichen. Dann den zweiten Boden daraufsetzen und mit einem weiteren Drittel des Frostings bestreichen. Dabei aber nur eine dünne Schicht obenauf und die Seiten ebenfalls großzügig bestreichen.
  6. Restliches Frosting in einen Einwegspritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf den Kuchen dressieren. Wer möchte, kann noch Kakaopulver über den fertigen Kuchen streuen. Fertig!

Erdbeertorte

erdbeertorte

Ist das nur eine Phase? Bin ich einfach nur schlecht gelaunt, faul und dauernd müde? In meinem Fall: Nein, dahinter steckt mehr. Wesentlich mehr. Nach dem selbstgewählten Tod von Anthony Bourdain und Kate Spate kocht das Thema Depressionen in den sozialen Medien wieder hoch. Scheinbar jede zweite Internetgröße war oder ist in ihrem Leben schon einmal damit konfrontiert gewesen. Selbst die, die immer ein breites Lächeln aufsetzen. Ich bin keine Größe in den sozialen Medien, ganz im Gegenteil, sogar noch sehr verwurzelt im wirklichen, langweiligen Leben, doch auch ich wurde vor einigen Monaten nicht von der Diagnose Depression verschont. Wie meine Familie. Wie viele meiner Freunde. Und nichts daran ist außergewöhnlich, nichts gibt Anlass dazu, darüber zu schweigen. Es trifft so viele Menschen, also lasst uns darüber diskutieren, wie über eine Sprunggelenksverletzung oder eine Krebserkrankung. Seit ein paar Monaten bin ich jedoch auf einem außergewöhnlich guten Weg der Besserung. Ich lerne meine Grenzen kennen, lerne Nein zu sagen, lerne nicht mehr 150%, sondern nur 100% oder auch nur 80% zu leisten und mich dennoch genauso wertvoll zu fühlen. Ich spare meine Ressourcen für das wirklich Wichtige und merke, dass ich genau das in den letzten Jahren stark vernachlässigt hatte. Ich habe immer nur für die Arbeit, für das Wohl der anderen und für meinen beruflichen Erfolg geschuftet. Meine Gesundheit, physisch und psychisch, ist dabei viel zu kurz gekommen. Durch meine berufliche Auszeit und den Fokus auf mich selbst habe ich wieder Energie für neue Inspiration gewonnen. Neue Kraft für neue Projekte. Dadurch ebne ich meinen Weg in die Selbstständigkeit, an der ich aufgrund meiner eigenen Ansprüche jetzt nicht mehr zerbrechen werde.

Gut zu mir selbst zu sein bedeutet auch, mir ab und an etwas zu gönnen. Wie heute morgen, ein großes Stück dieser Biskuit-Frischkäsetorte mit selbstgepflückten Erdbeeren. Diesen Kuchen habe ich schon in meiner Kindheit oft gemacht. Natürlich weniger hoch und dekoriert, aber der Geschmack ist der Gleiche geblieben.

erdbeertorte

Erdbeertorte

Zutaten für eine 16 cm Torte:

  • 5 Stück Eier
  • 180 g Zucker
  • 1 TL Vanillepaste
  • 160 g Mehl
  • 20  g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 120 g Puderzucker
  • 600 g Frischkäse
  • 200 g Sahne
  • 1 Zitrone, Saft und Schale
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Erdbeeren und Beeren nach Wahl für die Dekoration

Zubereitung:

  1. Eier trennen. Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und den Zucker sehr langsam einrieseln lassen.
  2. So lange schlagen bis der Eischnee schön steif und glänzend ist. Danach auf langsamer Stufe nach und nach das Eigelb zugeben. So lange rühren bis alle Eigelbe vermengt sind.
  3. Mehl, Speisestärke, Backpulver mischen. Über die Eimasse sieben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
  4. Zwei 18 cm Springformen am Boden fetten. Den Boden mit Backpapier auslegen. Sehr wichtig: Niemals die Seiten der Springform fetten, sonst wird der Biskuit in sich zusammenfallen, da er nicht nach oben klettern kann.
  5. Ofen auf 180°C vorheizen. Die Masse gleichmäßig in die Springformen einfüllen und etwa 25-30 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten auskühlen lassen. Am Rand mit einem scharfen Messer entlangschneiden, dann auf einen Rost stürzen, Springform lösen, Backpapier abziehen und komplett auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen der Böden, diese horizontal durchschneiden.
  6. Weiche Butter mit Puderzucker schaumig schlagen. Danach löffelweise den Frischkäse dazugeben. Zitronenschale-, Saft und Vanilleextrakt einrühren. Die Sahne steif schlagen, danach unterheben und nochmal aufschlagen, damit keine Klumpen mehr vorhanden sind.
  7. Springform mit Tortenfolie auslegen. Diese verhindert, dass die Creme nachher am Ring kleben bleibt. Die Folie lässt sich wesentlicher leichter und rückstandsloser entfernen als der Tortenring. Als erstes einen Boden in den Tortenring drücken und ein Viertel der Creme darauf verteilen. So weiter vorgehen, bis alle Böden aufgebraucht sind. Abschließen sollte die Torte mit einer Cremeschicht. Am besten 2-3 EL Creme zur Seite legen um im Nachhinein noch vorhandene Löcher zu kaschieren. Mit Beeren nach Wahl garnieren. Wenn sie getragen werden soll, empfehle ich, schwere Beeren mit einem Zahnstocher zu fixieren.
  8. Danach für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. 

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Bienenstich

Bienenstich

Ein Klassiker, für den es tausende Varianten und abertausende von Rezepten gibt: Bienenstich! Einer dieser Kuchen, dessen Rezept über Generationen hinweg vererbt wird und der gegen den Bienenstich der eigenen Oma eigentlich nur abstinken kann. Meine Omas sind leider beide schon verstorben, bevor ich sie gut kennenlernen konnte, deshalb habe ich hier keine Referenz für den einen, den perfekten Bienenstich. Ich würde daher niemals behaupten, dass mein Rezept das Beste auf diesem Planeten ist, für mich zählt dieser Bienenstich aber definitiv zu einem der Besten, die ich jemals gegessen habe – verglichen mit den eckigen, kleinen Kuchenschnitten vom Bäcker, denen ich ab und zu verfalle. Und am Ende ist ja auch nur wichtig, dass er mir schmeckt. Und das tut er, und wie! Mein Hefeteig ist nicht besonders süß, die Pudding-Buttercreme und die krosse Mandelschicht dafür umso mehr. Ich gebe dem Bienenstich ein bisschen mehr Frische, indem ich zusätzlich ein Blaubeergelee zwischen die Teigschichten gebe. Der Bienenstich auf meinem Foto ist in einer 12er Form gebacken und extrem hoch, fast schon höher als breit. Das Anschneiden war deswegen etwas problematisch, weshalb ich die Teigmenge nochmal reduziert habe, so dass das Verhältnis zwischen Teig und Creme ausgewogen ist.  Wenn ihr den Bienenstich in einer größeren Form backen wollt: Ich habe meine Umrechnungstabelle nochmal erweitert, anhand der Tabelle könnt ihr das Rezept ganz einfach auf die gewünschte Größe umrechnen.

// Scroll down for english version

Bienenstich

Bienenstich

Zutaten für eine Springform, 12 cm Durchmesser:

Vanille-Buttercreme:

  • 180 g + 20 g Milch
  • 40 g Zucker
  • 20 g Speisestärke
  • 1/2 Eigelb
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 50 g zimmerwarme Butter

Hefeteig:

  • 100 g Weizenmehl
  • 35 g Milch
  • 1/2 TL Trockenhefe
  • 20 g weiche Butter
  • 1/2 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Zitronenabrieb + 1/2 TL Vanilleextrakt (oder 1 Tüte Vanillezucker)

Mandelguss:

  • 50 g Zucker
  • 20 g Honig
  • 25 g Butter
  • 55 g Sahne
  • 50 g gehobelte Mandelplättchen

Heidelbeergelee:

  • 100 g TK Heidelbeeren
  • 30-40 g Puderzucker, je nach Geschmack
  • Saft von 1/2 Limette
  • 2 Blätter Gelatine

Zubereitung:

  1. Für die Creme: Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und das Mark + die ausgekratzte Schote mit der Milch zum kochen bringen. Die restlichen 20 g Milch mit Zucker, Speisestärke, Eigelb und Salz klumpenfrei anrühren. Die angerührte Milchmischung in die köchelnde Milch gießen und unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen. Dann sofort Hitze reduzieren, in eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
  2. Für den Teig: Alle trockenen Zutaten mischen. Dann Ei, Milch und Gewürze einkneten, zum Schluss die weiche Butter einkneten. Dies funktioniert sehr gut mit den Rührhaken des Handrührers, kann aber auch mit der Küchenmaschine gemacht werden. Darauf achten, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, damit der Teig schön aufgehen kann. Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für etwa 60 Minuten ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  3. Für den Guss: Alle flüssigen Zutaten in einem kleinen Topf aufkochen, die Mandelplättchen hinzugeben und leicht köcheln lassen, bis die Masse andickt und goldbraun wird.
  4. Eine Springform fetten, den Boden mit Backpapier auskleiden (dafür den Springformboden auf ein Backpapier legen und mit einem Bleistift am Rand entlangfahren, dann knapp innerhalb dieser Linie ausschneiden und in die Springform legen). Den Teig in die Springform füllen, dann mit dem Guss bedecken. Im vorgeheizten Backofen bei 190°C etwa 25-30 Minuten backen, bis der Teig schön aufgegangen ist und die Kruste goldbraun glänzt. Danach aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Wenn der Teig ausgekühlt ist, den Kuchen einmal horizontal teilen.
  5. Während der Kuchen auskühlt, das Blaubeergelee zubereiten. Dazu TK-Blaubeeren mit Zucker und Limettensaft in einem kleinen Topf aufkochen und etwa 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. 2 Blätter Gelatine in kaltem Wasser einweichen und in die warme (Achtung, die Flüssigkeit darf nicht mehr kochen und nicht zu heiß sein) Flüssigkeit einrühren. Die zuvor zubereitete, zimmerwarme Vanillecreme mit dem Rührgerät kräftig aufschlagen, die weiche Butter nach und nach einrühren und alles gut durchschlagen, bis eine homogene Creme entstanden ist. Auf den unteren Boden die Creme, dann die lauwarme Blaubeermasse verteilen. Den oberen Boden darauf setzen und den Kuchen nochmal für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank gut durchkühlen, damit Creme und Heidebeergelee fest werden. Mit einem sehr scharfen, heißen Messer anschneiden.

Bienenstich Bienenstich

// English version

Bee sting cake, a very classic cake, that reminds me of my childhood. I created a recipe that is not overly sweet, how i like it. For some freshness, i added a blueberry-lime sauce, that harmonises perfectly to that sweet vanilla custard buttercream. Hope you like the recipe! My cake is made for a 12 cm-diameter pan. In case you wanna bake it in a bigger cake pan, have a look at my conversion chart.

Bee sting cake

Ingredients for a 12 cm baking pan:

Vanilla buttercream:

  • 180 g + 20 g milk
  • 40 g fine sugar
  • 20 g cornstarch
  • 1/2 egg yolk
  • vanilla pulp of 1/2 vanilla bean
  • 1 pinch of salt
  • 50 g softened butter at room temperature

Dough:

  • 100 g all purpose flour
  • 35 g warm milk
  • 1/2 teaspoon dry yeast
  • 20 g soft butter
  • 1/2 egg
  • 1 pinch of salt
  • lemon zest of 1/2 lemon + 1/2 teaspoon vanilla extract (can be substituted by a sachet of vanilla sugar)

Almond icing:

  • 50 g sugar
  • 20 g honey
  • 25 g butter
  • 55 g heavy cream
  • 50 g shaved almonds

Blueberry sauce:

  • 100 g frozen blueberries
  • 30-40 g powdered sugar, depends on how sweet you like it
  • juice from 1/2 lime
  • 2 sheets gelatine

Method:

  1. For the cream: Slice vanilla bea lengthways, scrape out vanilla pod and bring vanilla pod + vanilla bean with 180 g of milk to a boil. Mix remaining 20 g of milk with sugar, cornstarch, egg yolk and salt. Add that mixture to the cooking milk while stirring constantly. Wait until the mixture thickens, then remove from heat, fill in a bowl and cover it with a sheet of clingfilm.
  2. For the dough: Mix all dry ingredients. Then add the egg, milk and spices, then add soft butter. This works perfectly with a electric mixer. Cover dough with a wet kitchen towel and let it rest for about 60 minutes until it’s volume has doubled.
  3. For the almond icing: Mix all liquid ingredients in a small pan, bring it to a boil and add shaved almonds, till the mixture thickens and becomes a nice golden-brown colour.
  4. Grease your baking pan, cover the bottom with parchment paper. Fill dough into the baking pan, then spread the almond icing on top. Put it into the preheated oven (190°C) and bake for about 25-30 minutes, until the cake gets a nice golden-brown crust and a big volume. Remove from oven and let it cool completely. When the cake is cooled out, half the cake once horizontally.
  5. In the mean time, prepare your blueberry sauce. Therefore mix frozen blueberries, sugar and lime juice in a small pan and cook for approx. 5 minutes at low heat. Soak two sheets of gelatine in cold water, after 10 minutes, add gelatine to the warm (not hot) blueberry mixture. Whip up your cooled down vanilla cream for another time, add softeneder butter and mix until you get a homogenic cream. On the lower half of your cake, spread vanilla cream and blueberry sauce, then without too much pressure, put the upper cake layer on top. Put it into the fridge for at least 1 hour.

Bienenstich Bienenstich Bienenstich Bienenstich

 

 

Zitronenkuchen mit Holundercreme

Zitronenkuchen

Manchmal mache ich mir viel zu lange Gedanken um ein Rezept, obwohl die einfachste Lösung auf der Hand/in meinem Kühlschrank liegt. Letztes Wochenende hatte ich so einen unkreativen und frustierenden Backtag, als ich zum Mädelsabend bei einer sehr guten Freundin eingeladen war und schon laut einen leckeren Nachtisch angekündigt hatte. Es sollte irgendetwas Frisches mit Zitronen und Beeren werden. Nicht zu aufwändig in der Herstellung, aber natürlich auch nicht langweilig. Aus dem Internet wurde ich nicht schlau, irgendwie war absolut nichts Ansprechendes für mich dabei. Nach einem weiteren, frustrierten Blick in den Kühlschrank kam dann endlich der langersehnte Geistesblitz: mit Doppelrahmfrischkäse und dem Holunderblütensirup der letzten Hugo-Session kann man doch tatsächlich etwas anfangen. Und was? Genau, Zitronenkuchen mit Holundercreme und frischen Beeren.
Ein Tipp am Rande: Damit Rührteige nicht zu trocken und fest werden, ersetze ich grundsätzlich immer einen Teil des Mehls durch Nüsse und Speisestärke. Dadurch wird der Teig leicht, feinporig und saftig!

Zitronenkuchen
Zitronenkuchen

Zitronenkuchen mit Holundercreme und Zitronenglasur

Menge ausreichend für 1 kleine Guglhupfform + 1 Springform mit 12 cm Durchmesser

Teig:
100 g weiße, gemahlene Mandeln
100 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
50 g Speisestärke
Saft und Schale von 2 Bio-Zitronen (Zimmertemperatur)
250 g Zucker
250 g weiche Butter (Zimmertemperatur)
5 Eier (Zimmertemperatur)
gemahlene Vanille
1 Prise Salz

Glasur:
Saft von 1 Zitrone

100-200 g Puderzucker

Füllung:
200 g Frischkäse
15 g Holunderblütensirup
40 g Zucker
gemahlene Vanilleschote
1 Prise Salz
Erdbeeren
Heidelbeeren
Himbeeren
Minze zum Garnieren

1.  1 kleine Guglhupfform und 1 Springform mit 12 cm Durchmesser fetten und mit Mehl ausstäuben; Backofen auf 170 ° C Umluft vorheizen
2. Butter und Zucker circa 10 Minuten schaumig rühren. Eier nacheinander unterrühren. (Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, damit sich die Zutaten zu einer homogenen Masse verbinden)
3. Mehl, Mandeln, Speisestärke, Backpulver und Salz vermengen. Zitronen heiß abwaschen, trocken tupfen und Schale fein abreiben, danach die Zitronen auspressen.
4. Zitronensaft, Schale und Vanille unter die Butter-Eier-Masse rühren. Mehl-Mischung über die Masse sieben und nur kurz unterheben.
5. Teig zu gleichen Teilen auf die Springform und die Guglhupfform verteilen und auf mittlerer Ebene in den Backofen schieben. Circa 20-30 Minuten backen, bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und stürzen.
6. Frischkäse mit Holunderblütensirup, Zucker, Vanille und Salz aufschlagen. Zitrone auspressen und so lange Puderzucker nachfüllen und umrühren, bis es eine klebrige, dickflüssige und zähe Glasur wird.
7. Beeren waschen und trocken tupfen. Tortenboden dritteln, Holunderblütencreme auf zwei Böden verteilen. Letzten Boden aufsetzen und mit Zitronenglasur bestreichen, danach mit Beeren garnieren. Guglhupf nur mit Zitronenglasur bedecken und mit frischen Beeren und Minze garnieren.

 

Zitronenkuchen
Zitronenkuchen

Zitronenkuchen
Zitronenkuchen

 

Himbeer-Charlotte

Himbeer Charlotte

Mit den guten Vorsätzen ist es doch immer das gleiche. Anfang des Jahres hatte ich mir noch vorgenommen, jedes Wochenende ein Rezept hochzuladen. Dann kam, nicht völlig unerwartet, die Fashion Week und mit ihr jede Menge Pizza, Sushi, Süßigkeiten, Alkohol und ein Berg an Arbeit. Danach hatte ich das dringende Bedürfnis mich von allem Ungesundem zu befreien und so gut es geht auf Süßkram und Kohlenhydrate zu verzichten. Leider steht diese Einstellung nicht so ganz mit wöchentlichem Backen im Einklang, aber ich finde schon meine Möglichkeiten… So wie letzte Woche, als meine Schwester ihren Geburtstag gefeiert hat.  Dafür hat sie sich von mir „etwas Leckeres mit roten Beeren“ gewünscht. Kein Problem. Meine Rezepthefte der letzten Jahre sind voll damit, ich musste mich also nur noch entscheiden, ob es in Richtung Creme, Torte oder Cupcakes geht. In der Sweet Dreams Mai/Juni/Juli 14 bin ich dann fündig geworden. Der Sieger: eine Himbeer-Charlotte mit selbstgemachten Löffelsbiskuits! Klang zuerst nach einer Heidenarbeit, so schlimm war es dann aber gar nicht und gelohnt hat sich der Aufwand allemal. Die darf ab jetzt öfter auf den Tisch, gerne auch mal in Variation mit anderen Beeren und Schoko-Biskuit.

Himbeer-Charlotte
Himbeer-Charlotte

Zutaten für 1 Himbeer-Charlotte, Ø 22 cm:

Löffelbiskuit:

 3 Eigelb
40 g Puderzucker
2 Eiweiß
50 g Zucker
60 g Mehl

Füllung:
9 Blatt Gelatine
500 g TK-Himbeeren (aufgetaut) + 250 g frische Himbeeren
Saft von einer Limette
1 EL Zitronensaft
3 EL Himbeersirup 
4 Eigelb
140 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
500 g Mascarpone
2 EL Orangenlikör
400 g Sahne
2 Päckchen Sahnesteif
1/2 TL Vanilleextrakt

Zubereitung:

1. Ofen auf 170°C Ober-Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zucker steif schlagen. Eigelbe und 20 g Puderzucker mit dem Rührgerät hellcremig aufschlagen. Eigelbmasse und Mehl unter den Eischnee heben. Einen Gefrierbeutel/Spritzbeutel mit breiter Lochtülle versehen, Teig einfüllen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech Streifen spritzen (ca. 7 cm lang, 2,5 cm breit). Etwa 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind, sofort mit Puderzucker bestäuben und abkühlen lassen.

2. Gelatine in kaltes Wasser einweichen. Aufgetaute TK-Beeren (500 g) mit Limetten- und Zitronensaft pürieren und durch ein Sieb streichen. Himbeersirup erwärmen, 2 Blatt Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Die Masse darf auf keinen Fall kochen. Das Himbeerpüree einrühren und kühlen.
Eigelbe, 70 g Zucker und Vanilleextrakt über dem heißen Wasserbad circa 5 Minuten aufschlagen. Nicht zuviel Hitze verwenden und stetig rühren, sonst gerinnt das Eigelb. Die heiße Masse nach und nach unter die Mascarpone rühren und gut aufschlagen. 
2 Becher Sahne mit Sahnesteif, 1/2 TL Vanilleextrakt und Rest Zucker, 70 g, steif schlagen.
Orangenlikör erwärmen, 7 Blatt Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Ebenfalls unter die Mascarponemasse schlagen, danach das gekühlte Fruchtpüree unterheben. Zwei Drittel der geschlagenen Sahne unter die Creme ziehen. Die Masse 20 Minuten kühlen.

3. Einen Tortenring Ø 22 cm auf eine Tortenplatte setzen. Rest Sahne in einen Spritzbeutel füllen und an den Forminnenrand spritzen. Biskuits mit der Zuckerseite nach außen an den Rand stellen und den Boden damit belegen. Creme einfüllen und Torte gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren Himbeer-Charlotte mit frischen Himbeeren garnieren.

Himbeer Charlotte
Himbeer-Charlotte

Himbeer Charlotte
Himbeer-Charlotte

Tiramisu-Törtchen

Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, wie schnell dieses Jahr an mir vorbeigezogen ist. So viel ist passiert: unser Umzug von Berlin nach München, mein neuer Job, Zuwachs in der Familie und und und… Unsere Wohnung ist leider immer noch nicht final eingerichtet und auch sonst hatte ich mir für dieses Jahr so viel mehr vorgenommen. Aber dafür ist 2015 ja auch noch Zeit und freue mich schon auf die vielen neuen Aufgaben und Herausforderungen, die mich erwarten. Ein guter Vorsatz, der jetzt schon feststeht: mehr für meinen Blog zu tun und mich vor allem fotografisch weiterzuentwickeln, weil ich das Gefühl habe, noch sehr viel verbessern zu können.

Vor dem Ausgehen kochen mein Freund und ich heute ein kleines 3-Gänge-Menü mit Kürbissuppe zur Vorspeise, selbstgemachten Ravioli in brauner Butter als Hauptgang und einem Tiramisu-Törtchen zur Nachspeise. Die Arbeit ist in vollem Gange – ich habe mich der Küchenarbeit für diesen Blogpost einige Minuten entzogen, da ich das gute Licht noch nutzen wollte. Unser Balkon trägt schon eine 50 cm Schneedecke, die das Licht ganz fantastisch reflektiert und für eine tolle Lichtstimmung sorgt.

Anders als das klassische Tiramisu habe ich mein Törtchen ohne rohes Ei gemacht, da ich erst kürzlich eine ziemlich unangenehme Erfahrung mit verdorbenen Lebensmitteln gemacht habe. Statt Löffelbiskuit habe ich selbst einen hohen Biskuitboden gebacken, ihn mehrfach durchgeschnitten und ihn mit Espresso und Amaretto beträufelt. Das Törtchen misst eine stolze Höhe von 20 cm und ich sehe es schon kommen, dass es beim Anschneiden vom Teller fallen wird. Wer also ein standhaftes Törtchen haben will, sollte auf eine 18er Backform statt meiner 12er Backform zurückgreifen.

Jetzt wünsche ich allen ein frohes Neues Jahr und natürlich einen guten Rutsch!!!

Tiramisu-Törtchen

 

TIRAMISU-TÖRTCHEN

Biskuit:
3 Eier
50 g Speisestärke
60 g Mehl
100 g Zucker
1 TLVanilleextrakt
1 gestrichener TL Backpulver

Füllung und Optik: 
250 g Mascarpone
300 ml Sahne
4 EL Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt
etwas Zitronensaft
4 EL Amaretto
2 frischgebrühte Espresso
Kakao

Zubereitung:
Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Den Boden einer 18er Springform mit Backpapier auslegen, Ränder NICHT fetten. Für den Biskuit Eier trennen und Eiweiss sehr steif schlagen, dabei 100 g feinen Zucker einrieseln lassen. Nacheinander das Eigelb unterrühren. 1 TL Vanilleextrakt dazugeben.
Backpulver, Mehl und Speisestärke vermischen und über den Eischaum sieben, vorsichtig mit einem Schneebesen unterheben. In die Springform füllen und 20-25 Minuten backen, bis der Biskuit goldbraun gebacken ist. Die Stäbchenprobe machen, um sicherzugehen, dass der Biskuit durch ist. Biskuit aus dem Ofen holen, mit einem Messer am Rand entlangfahren und auf ein mit Zucker bestreutes Backpapier stürzen. Die Springform entfernen und so auskühlen lassen. 
Nach dem Auskühlen das Backpaper abziehen und 2-3 mal durchschneiden.

Mascarpone mit 4 EL Zucker und Zitronensaft verrühren. 200 ml Sahne steif schlagen und unterheben. 2 Espresso aufbrühen und mit 4 EL Amaretto vermischen. Den untersten Biskuitboden auf einen Teller/Tortenplatte legen und Kaffee-Mischung mit einem Pinsel darauf verteilen. Etwa 1/3 der Mascarponemasse darauf verteilen und verstreichen, dann den nächsten Boden darauflegen und wieder mit Espresso tränken. So bis zum letzten Boden fortfahren, diesen dann aber nicht mehr tränken. Die Böden leicht aufeinanderdrücken, damit etwas Mascarponemasse an den Seiten austritt. Diese mit einem großen Messer verstreichen, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.
100 ml Sahne steif schlagen, dabei 1 EL Zucker einrieseln lassen. Einen Spritzbeutel mit Lochtülle mit der steif geschlagenen Sahne füllen und Sahnetuffs auf die Torte spritzen. Diese dann mit Kakao bestreuen. Vor dem Servieren 2-3 Stunden kalt stellen.

Tiramisu-Törtchen

Käsesahnetorte

Käsesahnetorte

Schlicht und schnörkellos, so wie ich es gerne habe: Als Innovation darf man Käsesahnetorte nicht gerade bezeichnen, aber gerade für ihre Schlichtheit und ihren feinen, frischen Geschmack schätze ich sie so sehr. Ein lockerer Biskuit mit Zuckerkruste bildet die Basis, obenauf eine luftige Creme aus Quark, Frischkäse und Sahne, abgeschmeckt mit einem Hauch Zitrone. Fruchtig wird die Torte durch eine Lage Himbeeren, leicht durch die schaumig-leichte Konsistenz der Quarkcreme.
Gebacken habe ich sie nach diesem Rezept von Brigitte, hier und da habe ich Kleinigkeiten verändert.
Nachdem es dieses Wochenende wohl leider der letzte richtig schöne und warme Sonnentag war, wird das vorerst meine letzte Sommertorte für dieses Jahr. Ab jetzt heißt es dann wieder SCHOKOLADE!

Genug der Worte, nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit!

Käsesahnetorte

KÄSESAHNETORTE

Biskuit

3 Eier
135 g Zucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
35 g Speisestärke
1 gestrichener TL Backpulver

Käsecreme

12 Blatt Gelatine / Agartine
1 Bio-Zitrone, Schale + Saft
7 frische Eigelb
260 g Zucker
500 g Speisequark, Magerstufe
250 g Speisequark, 20% Fett
200 g Doppelrahmfrischkäse
200 Gramm Schlagsahne 
200 Gramm Schlagsahne (zum Einstreichen)
1 Päckchen Vanillezucker

3 EL Puderzucker (zum Bestäuben)

Himbeerfüllung
5 EL Himbeerkonfitüre
150 g Himbeeren, frisch oder TK

Zubereitung
Den Backofen auf 200 Grad Ober- Unterhitze vorheizen.

Für den Biskuit: 
3 Eier mit dem Zucker und dem Salz 8-10 Minuten dickcremig aufschlagen. Mehl, Backpulver und Speisestärke mischen und über die Eimasse sieben, mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben.

Den Boden einer Springform (22 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Springform füllen und auf mittlerer Schiene im Ofen etwa 20 Minuten backen. Ein weiteres Backpapier mit Zucker bestreuen. Nach dem Backen den Biskuit mit einem scharfen Messer vom Rand lösen, danach die Springform auf die gezuckerte Unterlage stürzen, Rand der Springform lösen und auf dem Kopf auskühlen lassen.

Für die Käsesahne: 
Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Zitrone heiß waschen, trocken tupfen und die Schale abreiben. Zitronensaft auspressen.
Eier trennen. Eigelb, 150 g Zucker und Zitronenschale dickcremig aufschlagen. Die Eicreme, restlichen Zucker und Quark+Frischkäse gut verrühren.
200 g Schlagsahne in einer separaten Schüssel steif schlagen.
Den Zitronensaft in einem kleinen Topf erhitzen. Die Gelatine ausdrücken und im warmen Zitronensaft auflösen. NICHT KOCHEN LASSEN.
3 EL der Quarkcreme in den Topf mit Gelatine geben und gut mit einem kleinen Schneebesen vermischen.
Danach die Gelatine zügig und unter ständigem Rühren in die restliche Quarkcreme rühren und gut durchschlagen. Die Sahne mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben.

Die Himbeerkonfitüre auf dem Biskuitboden verstreichen, die Himbeeren darauf verteilen. Einen Tortenring fest um den Boden legen, danach die Käsecreme auf den Biskuit gießen. Mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren die Torte mit einem heißen, trockenen Messer vom Tortenring lösen.
Sahne mit Vanillezucker steif schlagen. Die Torte rundherum mit der Sahne bestreichen. Für eine schöne, glatte Oberfläche eine große Palette in heißes Wasser tauchen, abtrocknen und damit die Sahne glätten.
Kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Käsesahnetorte Käsesahnetorte Käsesahnetorte

Mousse au Chocolat-Torte

Mousse au chocolat torte

Jedes Wochenende nehme ich mir vor, mehr für meinen Blog zu machen und jedes Wochenende kommt mir wieder etwas dazwischen. Nach einigen sehr stressigen und arbeitsintensiven Wochen im Job habe ich heute nun doch endlich mal wieder die Zeit und Muse gefunden, den Schneebesen zu schwingen. Am liebsten hätte ich (mal wieder) einen sommerlich-fruchtigen Cheesecake mit Himbeeren gemacht, doch da die Beerenzeit leider vorbei ist und ich nicht auf TK-Ware zurückgreifen wollte, habe ich mich heute für eine herbe Mousse au Chocolat-Torte entschieden und diese Entscheidung zum Glück auch nicht bereut. Als Basis dient ein lockerer Schokoladenbiskuit, der Protagonist jedoch ist die luftige Mousse au Chocolat aus herber Zartbitterschokolade, die auf der Zunge zergeht und für höchste Gaumenfreuden sorgt. Wer es nicht so herb mag, ersetzt die Zartbitterschokolade zum Teil durch Vollmilchschokolade.

Mousse au chocolat torte

MOUSSE AU CHOCOLAT TORTE

Zutaten:

Biskuit:
50 g Mehl
50 g Speisestärke
120 g Zucker
3 Eier
25 g Kakao
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Creme:
4 Tafeln Bitterschokolade à 100 g (mindestens 60% Kakaoanteil)
100 g Butter
400 g Sahne
6 Eier, getrennt
80 g feinster Zucker
4 Blätter Gelatine

Biskuit:
– Eier trennen und das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. Eigelb bei langsamer Geschwindigkeit unter das Eiweiß rühren. Kakao, Backpulver, Mehl, Speisestärke und Salz vermischen und über die Eimasse sieben. Mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben.

– Den Boden einer Springform, 24 cm Durchmesser, mit Backpapier auslegen (FORM NICHT FETTEN!). Den Teig einfüllen und bei 160° C Ober- Unterhitze circa 30-40 Minuten backen. Den Biskuit direkt nach dem Backen mit einem scharfen Messer vom Rand lösen und anschließend auf eine gezuckerte Unterlage stürzen. Die Springform lösen und auf dem Kopf auskühlen lassen.

Mousse au Chocolat:
– Schokolade kleinhacken und mit der Butter vorsichtig über dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen.
– Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen.
– Eier trennen, Eiweiß und Sahne separat steif schlagen. Eigelb mit 2 EL heißem Wasser schaumig schlagen, den Zucker dabei einrieseln lassen bis eine dickcremige Masse entsteht. Danach die flüssige Schokolade unterrühren.
– Das Eiweiß vorsichtig unter die Schoko-Ei-Masse heben. Gelatine ausdrücken und im Topf bei niedriger Temperatur schmelzen (nicht kochen lassen). 2 EL der Mousse au Chocolat mit der Gelatine verrühren, anschließend die Gelatine-Masse unter die Schokomasse rühren.
– Zum Schluss die Sahne vorsichtig unterheben.

– Den Biskuitboden mit einem Tortenring umlegen und die Mousse au Chocolat darauf verteilen. Abdecken und für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Creme fest geworden ist.
– Vor dem Servieren mit Kakao bestäuben.

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No-Bake Erdbeertorte

Der Sommer hat lange, lange auf sich warten lassen, doch jetzt wo er endlich da ist, kann ich mir weitaus Schöneres vorstellen, als bei Temperaturen um die 30° den Backofen anzuschmeißen. Da der Törtchenherzog aber nicht zu kurz kommen soll und auch die werte Verwandschaft nicht auf den obligatorischen Nachtisch nach dem Grillen verzichten möchte, habe ich diese No-Bake Erdbeertorte aus einem der Lecker Bakery Hefte ausprobiert, die am Abend zuvor vorbereitet werden kann und über Nacht im Kühlschrank durchzieht.

Bikinifigurfreundlich ist die Torte nicht unbedingt, aber wer wird denn so kleinlich sein und sich nicht ein kleines Stück vom Cookieboden mit geschmolzener Butter und einer cremigen Mascarpone-Sahne-Erdbeere-Quark-Creme gönnen?

Wer lieber Himbeeren statt Erdbeeren isst, ersetzt die Früchte im Verhältnis 1:1. Und auch die Vegetarier können die Gelatine einfach durch Agartine ersetzen. Dazu die Packungsanleitung lesen, die Zubereitung ist mit Agartine nämlich ein wenig aufwendiger.

Meine Torte ist für eine Springform mit Durchmesser 18 cm ausgelegt. Wer eine normale Springform mit 26 cm Durchmesser backen möchte, verdoppelt die Zutaten. Für andere Springformgrößen hilft euch meine Umrechnungstabelle weiter.

Zutaten für eine Springform, 18 cm:

Für den Boden:
200 g helle Cookies
60 g geschmolzene Butter 

Für die Creme:
8 Blatt Gelatine
700 g Erdbeeren
1 El + 80 g + 1 El Zucker
120 g Schlagsahne
250 g Mascarpone
250 g Magerquark
1/2 Vanilleschote
2 TL + 2 TL Zitronensaft

  Zubereitung:
Eine Tortenplatte dünn mit Speiseöl bestreichen. Einen Tortenring auf die Platte legen.
Kekse fein zerbröseln, Butter schmelzen und mit den Keksen vermengen.
Die Keksmasse fest an den Boden und an den Springformrand drücken und etwa 30 Minuten kalt stellen.
2 Blatt und 6 Blatt Gelatine getrennt in kaltem Wasser einweichen.

400 g Erdbeeren waschen und abtropfen lassen. Pürieren und durch ein feines Sieb streichen.

150 g Erdbeerpüree und 1 EL Zucker verrühren. 2 Blatt Gelatine auflösen. Mit den gezuckerten 150 g Erdbeerpürree verrühren und kurz kalt stellen.

Vanilleschote auskratzen. Sahne steif schlagen. Mascarpone, Quark, 80 g Zucker, Vanille, übriges Erdbeerpüree und 2 Tl Zitronensaft gut verrühren. 6 Blatt Gelatine ausdrücken und bei schwacher Hitze auflösen. 2 EL Creme unter die Gelatine rühren, gut mit einem Schneebesen verrühren. Danach die Gelatine-Creme-Masse unter die Mascarpone-Quark-Creme rühren und gut mit dem Schneebesen vermengen. Zum Schluss Sahne unterheben.
Hälfte der Mascarponecreme und Hälfte des Erdbeerpürees auf dem Boden verteilen. Mit einer Gabel marmorieren. So auch mit dem Rest Creme und Püree verfahren.

In den Kühlschrank stellen und mindestens 12 Stunden kalt stellen.

Am nächsten Tag restliche Erdbeeren waschen. Die Hälfte mit einem EL Zucker und 2 TL Zitronensaft pürieren. Die andere Hälfte in Stücke schneiden, bzw. die schönsten Erdbeeren auslesen.

Die Hälfte des Erdbeerpürees auf der Torte verteilen und Erdbeeren darüberstreuen, danach mit der anderen Hälfte Püree garnieren.

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Schwarzwälder Kirschtorte

Schwarzwälder Kirschtorte

Jedes Jahr am 25.12. wird mein Schwager ein Jahr älter – und jedes Jahr um diese Zeit stehe ich in der Küche meiner Eltern und backe ihm seine Lieblingstorte: Schwarzwälder Kirschtorte. Vanillesahne, dunkler Schokobiskuit und eingedickte Schattenmorellen ergänzen sich zu einer sündigen, aber nicht zu süßen Kombination – hochprozentiges Kirschwasser rundet das Aroma ab. Unglücklicherweise habe ich meinen Tortenring in meiner Wohnung in Berlin vergessen, aber ein Glück konnte meine Schwiegermama in spe, ebenfalls leidenschaftliche Hobby-Konditorin, ihren für ein paar Tage entbehren. Falls Kinder oder Schwangere in der Kaffeerunde sitzen: das Kirschwasser kann auch problemlos weggelassen werden!

Schwarzwälder Kirschtorte

 SCHWARZWÄLDER KIRSCHTORTE

Zutaten für eine Torte, 26 cm Durchmesser:

Für die Böden:
– 4 Eier, Größe M
– 150 g Zucker
– 100 g Mehl
– 50 g Speisestärke
– 40 g Kakao
– 2 gestrichene TL Backpulver
– optional: 1 kleine Flasche Kirschwasser

Für die Sahne- und Kirschfüllung:
– 1 großes Glas Schattenmorellen, 720 g
– 35 g Speisestärke
– 600 g Sahne
– 2 EL Zucker + 1 Pck. Vanillezucker
– 2 Pck. Sahnefestiger

Für die Deko:
– Belegkirschen
– 1 Pck. Raspelschokolade
– 500 g Sahne
– 2 Pck. Vanillezucker
– Spritzbeutel mit Sterntülle
– 2 Pck. Sahnefestiger

 

  1. Ofen auf 170° C vorheizen. Den Boden einer Springform, 26 cm Durchmesser, mit Backpapier belegen.
  2. Eier trennen, das Eiweiß mit 3 EL kaltem Wasser steif schlagen, dabei 150 g Zucker langsam einrieseln lassen. Nacheinander die Eigelbe unter den Eischnee schlagen. 50 g Stärke, 40 g Kakao, Mehl und Backpulver miteinander vermischen und über die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Den Teig in die Springform füllen, glatt streichen und circa 25-30 Minuten backen, danach gut auskühlen lassen.
  3. Den Biskuit aus der Form lösen und zweimal waagrecht durchschneiden. Dazu den Boden rundum auf der gewünschten Höhe mit einem scharfen Messer etwa 2-3 cm einritzen, an dieser Spalte einen langen Nylonfaden anlegen und mit dem Faden komplett durchschneiden.
  4. Kirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. 35 g Speisestärke mit 3 EL Saft verrühren. Den restlichen Saft aufkochen, Speisestärke einrühren und die Kirschen dazugeben. Solange köcheln lassen, bis eine sehr dickliche Masse entsteht.
  5. Um den untersten Boden einen Tortenring legen, mit einigen Spritzern Kirschwasser tränken. Die Kirschen komplett auf dem unteren Boden verteilen und auskühlen lassen.
  6. 500 g Sahne schlagen, dabei langsam 2 EL Zucker, 1 Pck. Vanillezucker und 2 Pck. Sahnesteif einrieseln lassen. Etwa 1/3 der Sahne auf der Kirschmasse verteilen. Zweiten Boden aufsetzen, ebenfalls mit Kirschwasser tränken und die restliche Sahne auf dem Boden verteilen. Den letzten Tortenboden auf die Sahne setzen und die Torte mindestens 3 Stunden kühl stellen.
  7. Torte aus der Kühlung nehmen und vom Tortenring befreien. Restliche Sahne, 500 g, mit Vanillezucker und Sahnesteif gut aufschlagen. Etwa 2/3 der Sahne auf der durchgekühlten Torte und an den Rändern verteilen und glattstreichen. Raspelschokolade auf der Oberfläche der Torte verteilen. Die restliche Sahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen, 16 Tuffs auf die Torte spritzen und mit Belegkirschen verzieren.

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