Kategorie: Süß

Schwarzwälder Kirschtorte

Schwarzwälder Kirschtorte

Jedes Jahr am 25.12. wird mein Schwager ein Jahr älter – und jedes Jahr um diese Zeit stehe ich in der Küche meiner Eltern und backe ihm seine Lieblingstorte: Schwarzwälder Kirschtorte. Vanillesahne, dunkler Schokobiskuit und eingedickte Schattenmorellen ergänzen sich zu einer sündigen, aber nicht zu süßen Kombination – hochprozentiges Kirschwasser rundet das Aroma ab. Unglücklicherweise habe ich meinen Tortenring in meiner Wohnung in Berlin vergessen, aber ein Glück konnte meine Schwiegermama in spe, ebenfalls leidenschaftliche Hobby-Konditorin, ihren für ein paar Tage entbehren. Falls Kinder oder Schwangere in der Kaffeerunde sitzen: das Kirschwasser kann auch problemlos weggelassen werden!

Schwarzwälder Kirschtorte

 SCHWARZWÄLDER KIRSCHTORTE

Zutaten für eine Torte, 26 cm Durchmesser:

Für die Böden:
– 4 Eier, Größe M
– 150 g Zucker
– 100 g Mehl
– 50 g Speisestärke
– 40 g Kakao
– 2 gestrichene TL Backpulver
– optional: 1 kleine Flasche Kirschwasser

Für die Sahne- und Kirschfüllung:
– 1 großes Glas Schattenmorellen, 720 g
– 35 g Speisestärke
– 600 g Sahne
– 2 EL Zucker + 1 Pck. Vanillezucker
– 2 Pck. Sahnefestiger

Für die Deko:
– Belegkirschen
– 1 Pck. Raspelschokolade
– 500 g Sahne
– 2 Pck. Vanillezucker
– Spritzbeutel mit Sterntülle
– 2 Pck. Sahnefestiger

 

  1. Ofen auf 170° C vorheizen. Den Boden einer Springform, 26 cm Durchmesser, mit Backpapier belegen.
  2. Eier trennen, das Eiweiß mit 3 EL kaltem Wasser steif schlagen, dabei 150 g Zucker langsam einrieseln lassen. Nacheinander die Eigelbe unter den Eischnee schlagen. 50 g Stärke, 40 g Kakao, Mehl und Backpulver miteinander vermischen und über die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Den Teig in die Springform füllen, glatt streichen und circa 25-30 Minuten backen, danach gut auskühlen lassen.
  3. Den Biskuit aus der Form lösen und zweimal waagrecht durchschneiden. Dazu den Boden rundum auf der gewünschten Höhe mit einem scharfen Messer etwa 2-3 cm einritzen, an dieser Spalte einen langen Nylonfaden anlegen und mit dem Faden komplett durchschneiden.
  4. Kirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. 35 g Speisestärke mit 3 EL Saft verrühren. Den restlichen Saft aufkochen, Speisestärke einrühren und die Kirschen dazugeben. Solange köcheln lassen, bis eine sehr dickliche Masse entsteht.
  5. Um den untersten Boden einen Tortenring legen, mit einigen Spritzern Kirschwasser tränken. Die Kirschen komplett auf dem unteren Boden verteilen und auskühlen lassen.
  6. 500 g Sahne schlagen, dabei langsam 2 EL Zucker, 1 Pck. Vanillezucker und 2 Pck. Sahnesteif einrieseln lassen. Etwa 1/3 der Sahne auf der Kirschmasse verteilen. Zweiten Boden aufsetzen, ebenfalls mit Kirschwasser tränken und die restliche Sahne auf dem Boden verteilen. Den letzten Tortenboden auf die Sahne setzen und die Torte mindestens 3 Stunden kühl stellen.
  7. Torte aus der Kühlung nehmen und vom Tortenring befreien. Restliche Sahne, 500 g, mit Vanillezucker und Sahnesteif gut aufschlagen. Etwa 2/3 der Sahne auf der durchgekühlten Torte und an den Rändern verteilen und glattstreichen. Raspelschokolade auf der Oberfläche der Torte verteilen. Die restliche Sahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen, 16 Tuffs auf die Torte spritzen und mit Belegkirschen verzieren.

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Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen

Oh du besinnliche Weihnachtszeit, wie habe ich dich vermisst! Wenn die Temperaturen das erste Mal unter Null fallen und die Straßen lautlos unter einer dicken, weißen Schneedecke verschwinden, bin auch ich endgültig in weihnachtlicher Feierlaune.  Pünktlich zum zweiten Advent läute ich die Weihnachtszeit mit Mini-Elisenlebkuchen ein, die durch viele Mandeln, Haselnüsse, Orangeat, Zitronat und intensive Weihnachtsaromen außerordentlich süß und intensiv würzig schmecken. Durch den geringen Wasser- und den hohen Zuckeranteil sind die Lebkuchen lange haltbar, durch die dunkle Schokoladenglasur bleiben sie auch nach längerem Aufbewahren innen schön saftig. Das Zitronat und Orangeat hacke ich mit den Nüssen in sehr kleine Stücke, da ich nicht gerne auf die großen Fruchtwürfel beiße. Dadurch wird der aromatische Geschmack der Elisenlebkuchen unterstützt, ohne dass sich die Zitrusaromen in den Vordergrund drängen. Bei Glutenunverträglichkeit können die Oblaten ganz einfach durch glutenfreie Oblaten ersetzt werden.

 

Zutaten für circa 40-45 Mini-Elisenlebkuchen:

3 große Eier
200 g Rohrzucker
200 g gemahlene Mandeln
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Orangeat
100 g Zitronat
1 TL Zitronensaft
1 TL abgeriebene Zitronenschale

1 Prise Salz
400 g Zartbitter-Kuvertüre
100 g weiße Kuvertüre
45 Oblaten, Durchmesser 4 cm
1 TL Lebkuchengewürz
1/4 TL gemahlene Nelken
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1 TL Zimt

 

Zubereitung:

– Mandeln, Haselnüsse, Zitronat und Orangeat sehr fein hacken

– Eier und Rohrzucker mit den Schneebesen des Rührgerätes dick schaumig schlagen. Danach die Mandelmischung, Salz, Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale und alle Gewürze unter die Eismasse mischen.

– Backofen auf 160° vorheizen, Backbleche mit Backpapier belegen und gehäufte TL circa 2 cm dick auf die Oblaten streichen. Ränder mit dem Löffel glätten. Etwa 25 Minuten backen, bis sie Farbe angenommen haben. Lebkuchen auskühlen lassen.

– Zartbitterkuvertüre kleinhacken und vorsichtig über dem heißen Wasserbad erwärmen. Auf 30° C abkühlen lassen (Schokolade ist sehr zäh und fühlt sich kühl auf der Haut an) und die abgekühlten Lebkuchen in die Schokolade tauchen. Trocknen lassen.

– Weiße Kuvertüre ebenfalls kleinhacken, über dem Wasserbad schmelzen und in einen Gefrierbeutel füllen. Eine winzige Ecke des Gefrierbeutels abschneiden und Streifen auf die Lebkuchen ziehen. 

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miau

Elisenlebkuchen

 

Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen

Eliseblebkuchen

Selbstgemachte Glücksschwein-Pralinen

Pralinen

Vom Pech verfolgte Unglücksraben dürfen nun aufatmen: diese kleinen, selbstgemachten Glücksschweine vertreiben die Pechsträhne im Nu! Mit Lebensmittelfarbe wird aus der weißen Kuvertüre ein zartrosa Schweine-Teint, gefüllt werden die Pralinen mit einer weichen, nussigen Nougat-Ganache. Ursprünglich hatte ich mich für eine Eierlikör-Füllung entschieden, bis ich gestern Abend mit großem Entsetzen feststellen musste, dass Eierlikör ganz furchtbar schmeckt. Die Herstellung der Pralinenhohlkörper ist langwierig, lohnt sich aber in jedem Fall. Wer dafür dennoch keine Zeit investieren möchte, kann die Pralinen-Hohlkörper auch problemlos in diversen Online-Shops bestellen.

Pünktlich zum Nikolaus: die Glücksschweinchen eignen sich auch toll als Geschenk für vom Unglück verfolgte Freunde oder Verwandte!

 

Zutaten für circa 18 Glücksschweine:

Für die Hohlformen:
200 g weiße Kuvertüre

rote Lebensmittelfarbe in fettlöslicher Pulverform, mit Gel- oder Pastenfarben lässt sich Schokolade nicht färben
1 Silikon-Pralinenform mit 18 Mulden (meine Schweineform ist von Birkmann)
1 Teigschaber / langes Messer
ODER 18 Pralinenhohlkörper

 Für die Füllung:
100 g Nougatmasse

50 g Sahne
Vanillearoma

Für die Augen:
1 EL Puderzucker
wenige Tropfen Wasser
schwarze Lebensmittelfarbe in Pulverform

 

Zubereitung:

Die Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen. Dabei darauf achten, dass sie nicht über 50° C erhitzt wird, sonst erhält sie einen Grauschleier und verliert ihren zarten Schmelz. Bei einer Temperatur von etwa 30° C kann die Schokolade weiter verarbeitet werden. 
Die Schokolade in die Silikonform gießen, kurz schwenken, damit sich die Schokolade gut verteilt. Auf ein Gitter stürzen und 5 Minuten über einer Schüssel austropfen lassen, bis die überschüssige Schokolade vollständig herausgetropft ist. Die überschüssige Schokolade mit einem langen Messer / Teigschaber abziehen, damit sich an den Mulden keine Schokoladenränder bilden. So lange stehenlassen, bis die Schokolade hart ist. 

Die Sahne zum Kochen bringen und über das Nougat gießen. So lange umrühren, bis sich das Nougat vollständig gelöst hat, dann wenige Tropfen Vanille-Aroma hinzugeben. In einen Gefrierbeutel füllen und kühl stellen, bis die Masse leicht erkaltet ist. Die Spitze des Gefrierbeutels abschneiden und die Pralinen-Hohlkörper in der Silikonform mit der Ganache auffüllen. Unbedingt noch ca. 3-4 mm Abstand zur oberen Kante lassen. Die Pralinen kühl stellen, bis die Ganache ausgehärtet ist. 

Die restliche Schokolade wieder auf 30° C erhitzen und die Pralinen-Hohlkörper großzügig mit der Kuvertüre aufgießen. Kurz stehenlassen und danach die überschüssige Schokolade mit einem langen Messer abziehen. Aushärten lassen und dann aus der Silikonform drücken.

Puderzucker mit wenigen Tropfen Wasser anrühren und mit schwarzer Lebensmittelfarbe in Pulverform versetzen, bis die Glasur schön schwarz ist. Masse in einen Gefrierbeutel geben und eine winzige Ecke abschneiden.  Damit kleine Augen in die dafür vorgesehene Mulde spritzen.

 

 

Pralinen

Pralinen

 

Pralinen

Schokoladeneis mit Brownies

Schokoladeneis

Trotz eisiger November-Temperaturen hatte ich heute weder Lust auf warmen Apfelstrudel oder heißen Tee, vielmehr gelüstete es mich nach zart schmelzendem, sahnigem Schokoladeneis. Die Grundzutaten Sahne, Eier, Zucker und Milch habe ich zum Glück immer Zuhause, und recht viel mehr braucht es für die Eisherstellung auch nicht. Stolze Besitzer einer Eismaschine können sich nach der Herstellung der Eismasse seelenruhig zurücklegen, ein Muss ist der eiskalte Küchenhelfer aber noch lange nicht. Ersatzweise kann die Masse während dem Gefrierprozess auch mehrmals kräftig durchgeschlagen werden. Dann, nach etwa 3 Stunden, darf man sein cremig gerührtes Eis genießen, das zart schmelzend auf der Zunge zergeht. Der Schokogeschmack ist dezent und unaufdringlich: Die ideale Basis für Verfeinerungen ganz nach Gusto. Heute habe ich mich für kleingehackte Brownies entschieden, die ich noch im Gefrierschrank hatte – diese können nach Lust und Laune auch durch Oreos, Cookies, Nüsse, Twix, Schokoriegel oder Ähnliches ersetzt werden.

 

Zutaten für 6 Portionen:

250 ml Milch / Sojamilch
1 gehäufter EL Kakaopulver
110 Gramm Zucker
4 Eigelb
250 Gramm Schlagsahne
150 g Kekse / Brownies / Schokoriegel

 

Zubereitung:

Milch, Kakao und 55 g Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
Eigelb und 55 g Zucker mit den Quirlen des Handrührers cremig schlagen. Den heißen Kakao unterrühren.

Die Eiermilch in eine hitzefeste Form füllen und vorsichtig über dem heißen Wasserbad dickcremig schlagen. Die Creme vom Herd nehmen und die Sahne unterrühren, danach sofort durch ein Sieb streichen und abkühlen lassen. Eismasse für 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Die Kekse/Brownies grob hacken und in die Eismasse rühren. Dann entweder in die Eismaschine geben oder in einer flachen Form in den Gefrierschrank stellen. Alle 15 Minuten kräftig durchschlagen, damit sich keine Eiskristalle bilden. Nach etwa 3 Stunden ist das Eis komplett durchgefroren. 

 

Schokoladeneis Schokoladeneis

 

 

Baumkuchen Petit-Fours

Baumkuchen

Man liebt es oder man hasst es: Ende August werden die Supermarktregale mit den Restbeständen der Weihnachtsbäckerei des Vorjahres aufgefüllt. Neben Lebkuchenherzen, Dominosteinen und Spekulatius findet sich dort natürlich auch der traditionelle Baumkuchen. Nicht ohne Grund wird er als „König der Kuchen“ bezeichnet; durch die besondere Herstellungsweise , die qualitativ hochwertigen Zutaten und die dekorative Form avancierte der Baumkuchen sogar zum Symbol im Wappen des Deutschen Konditorbunds. Für die besondere Form verwenden Konditoren spezielle Baumkuchenmaschinen, die Ringe werden dabei mit einem dafür konstruierten Rechen geformt. Für Privatpersonen ist diese Art der Zubereitung nicht umsetzbar, sie können den Baumkuchen in einer anderen gewünschten Backform ausbacken.

Eine Grundregel gibt es beim Teig zu beachten: Auf 1 Teil Mehl und 1 Teil Butter kommen mindestens 2 Teile Eier. Schicht für Schicht unter dem heißen Grill gebacken, entstehen die für den Baumkuchen charakteristischen „Altersringe“. Eine dünne Schicht Aprikosenkonfitüre und die herbe Zartbitterglasur runden den Kuchen harmonisch ab.

Aus Erfahrung kann ich nur die Zubereitung im Elektro-Ofen mit integriertem Grill empfehlen. Bei meinem Gasherd sind die unteren Schichten verbrannt, weil durch die offene Flamme zuviel Hitze von unten, und zu wenig Hitze von oben an den Kuchen kam. Falls das passiert, die verbrannten oder dunkelbraunen Teile großzügig abschneiden.

 

Zutaten für circa 10 Baumkuchen Petit-Fours:

200 g Butter
180 g Eigelb
240 g Eiklar
200 g Zucker
100 g Weizenpuder
100 g Weizenmehl
60 g Marzipanrohmasse
20 g Rum
1 g Salz
abgeriebene Zitronenschale von 1 Zitrone
Inhalt einer Vanilleschote
Aprikosenkonfitüre
300 g Zartbitter-Kuvertüre

 

Zubereitung:

Butter mit Hälfte des Weizenpuders und Zitronen- und Vanillearoma schaumig schlagen.

// Tipp: Butter bei 20° C aufschlagen, bei dieser Temperatur erfolgt die beste Lockerung //

Marzipanrohmasse mit dem Rum glatt arbeiten und in die schaumige Buttermasse rühren. Eigelb in die Buttermasse nach und nach einrühren.

Eiklar, Salz, Zucker und den restlichen Weizenpuder in einer Schüssel zu Eischnee schlagen. Zuerst Eischnee, dann das gesiebte Mehl unter die schaumige Buttermasse melieren.

2-3 Esslöffel Teig in eine 20×25 cm Form streichen und wenige Minuten unter dem heißen Grill goldbraun backen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis der Teig komplett aufgebraucht ist.

Nach dem Backen aus der Form lösen, dunkle, verbrannte Ränder großzügig abschneiden. Kuchen einmal in der Mitte durchschneiden. Eine Hälfte mit Aprikosenkonfitüre bestreichen und den anderen Boden mit Druck daraufsetzen und beschweren. Komplett auskühlen lassen.

Die Schokolade klein hacken, die Hälfte der Raspelschokolade im Wasserbad (Achtung, Wasser nicht kochen lassen) schmelzen. Schokolade vom Wasserbad nehmen und die restliche Raspelschokolade so lange einrühren, bis alles geschmolzen ist.

Bei 31-32° C ist Zartbitterkuvertüre am besten temperiert, denn dann wird sie auf dem Gebäck schnell fest, seidig glänzend und hart im Bruch.

 

Baumkuchen

Baumkuchen

 

 

 

Chocolate Lion Cookies

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Als wären Butter, Schoko, Kakao und Zucker nicht schon kalorienreich genug, der Törtchenherzog kann Cookies noch ein bisschen gehaltvoller machen. Gerade jetzt, wenn es schon um 16 Uhr dunkel, trist und bitterkalt wird, sind diese amerikanisch-stämmigen Kekse wundervolle Muntermacher und Stimmungsheber. Die Herstellung der Chocolate Lion Cookies ist denkbar einfach, es werden nur Butter, Zucker, Vanille, Kakao, Backpulver, Mehl und Salz zu einer festen, formbaren Masse verrührt. 0815 Cookies also, wenn da nicht das krosse Topping aus kleingehackten Lion-Schokoriegeln wäre, das durch Waffeln und Karamel zur klebrig-knusprigen Beilage wird. Und das Allerbeste: die Cookies sind in einer halben Stunde fertig gebacken und fast noch schneller wieder aufgegessen.

 

Zutaten für 1 Backblech, etwa 12 große Chocolate Lion Cookies:

– 65 g weiche Butter
– 90 g Zucker
– 1 Ei
– 1 TL Vanillepaste / gemahlene Vanille
– 80 g Mehl
– 30 g Kakaopulver, ungesüßt
– 1/3 TL Backpulver
– 1 Prise Salz
– 3 Lion Schokoriegel

 

Zubereitung:

Weiche Butter und Zucker circa 2-3 Minuten schaumig schlagen, danach 1 Ei und die Vanille einrühren. Mehl, Backpulver, Kakao und Salz miteinander vermischen und über die Eier-Butter-Zucker-Masse sieben.

Lions grob hacken und 2/3 unter die Teigmasse heben. Danach 12 Bällchen formen (Achtung klebrig) und in größerem Abstand auf das mit Backpapier belegte Blech setzen. Die Teigkugeln leicht mit den Fingern andrücken und die restlichen Lion-Schokoriegel auf der Oberfläche der Cookies verteilen. Nun bei etwa 175°C im vorgeheizten Backofen 12-15 Minuten backen. Wer die Cookies weicher mag, verkürzt die Backzeit, wer sie schön kross mag, hängt noch eine Minute hinten dran. Nach dem Backen gut auskühlen lassen, damit sich die Cookies besser vom Blech lösen.

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Himbeer-Parfait auf Schokobrownie

Himbeerparfait

Die Liebe fürs Leben habe ich durch mein Liebstes im Leben gefunden: Eiscreme! Die cremig gefrorene, italienische Sahnespezialität hat mir bewiesen, dass mein Freund mein Seelenverwandter, einfach der perfekte Mann für mich ist. Als ich vor knapp 7 Jahren das erste Mal mit ihm Eisessen war, und er schüchtern „Schokolade und Zitrone in der Waffel“ bestellte, wusste  ich: diesen Mann werde ich irgendwann heiraten. Denn bislang wurde ich für meine Gelüste nach Zitrone und Schokolade immer belächelt. Als Banause wurde ich für diese Kombination beschimpft, bei deren Verzehr sich Dr. Gelato persönlich im Grab umdrehen würde. Für mich ist allerdings jeder ein Banause, der diesen kulinarischen Hochgenuss aus spritzig-sauer und schokoladig-süß nicht zu schätzen weiß. Aber ich will ja niemanden überfordern, deshalb gehe ich das ganze heute langsam an:  mit erfrischendem Himbeer-Parfait auf dunklem Schokobrownie. Fruchtig, süß, sahnig und schwer – und das alles mit einem Haps im Mund. Und das nächste mal stelle ich dann meine Lieblingskombination vor: Herbe Mousse au Chocolat mit Zitronen-Limoncello-Parfait.

 

Zutaten für 4 Becher Himbeer-Parfait:

– 1 Ei
– 20 g Puderzucker
– 200 g TK Himbeeren + 50 g Puderzucker
– 1 El Zitronensaft
– 1 Becher Schlagsahne
– Schokoladenbrownies (siehe Rezept Dunkle Schokobrownies)
– Einweg-Plastiktassen

 

Zubereitung:

Für das Himbeer-Parfait das Ei mit 1 EL heißem Wasser über dem Wasserbad 6 Minuten schaumig rühren. Ich empfehle den Handmixer, da man mit dem Schneebesen viel Ausdauerkraft braucht. Eine Schüssel mit kaltem Wasser und Eiswürfel füllen und die aufgeschlagene Eimasse darüber kaltrühren. 

Himbeeren auftauen lassen, mit Zitronensaft und dem Puderzucker pürieren. Durch ein Sieb streichen, bis alle Kerne aus dem Fruchtpüree gefiltert sind. 3/4 der Fruchtmasse unter die Eimasse rühren. 200 ml Sahne steifschlagen und unterheben. Die Eismasse in die Becher gießen und jeweils einen Löffel Fruchtpüree in die Mitte setzen. Mit einer Gabel marmorieren und mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht, im Eisfach gefrieren lassen.

Die Brownies in Größe der Tasse ausschneiden, einmal in der Hälfte durchschneiden, auf einem Teller platzieren. Das Eis in der Tasse in heißes Wasser tauchen, Tassenrand dabei unbedingt über der Wasseroberfläche halten. Aus dem Wasserbad nehmen, mit einem Messer an der Tassenkante entlang schneiden und das Eis auf den Brownie stürzen. Entweder mit frischer Minze + Himbeeren dekorieren oder Puderzucker darübersieben und mit Zuckerperle anrichten. 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Eisschrank holen, dann taut das Parfait leicht an und wird wunderbar cremig. 

 

 

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Saftige Brownies aus dunkler Schokolade

Brownies

Wer Schokolade mag, wird diese Brownies lieben. Bei einschlägigen Rezeptarchiven wie Lecker.de findet man unzählige Brownie-Rezepte, wodurch die Wahl des perfekten Rezeptes recht schwer fällt. Aus langjähriger Brownie-Verkostungs-Erfahrung stand für mich im Vordergrund, dass die Brownies nicht trocken, sondern richtig matschig und saftig werden sollen. Daür habe ich ein Rezept zusammengestellt, das durch den hohen Anteil an flüssigen Zutaten meiner gewünschten Konsistenz schon sehr nahe kommt. Der Teig für die Brownies wird aus Bitterschokolade mit 85%igem Kakaoanteil, Eiern, Zucker, wenig Mehl und keinem Backpulver angerührt.  Dadurch erhalten sie ihr herbes, schweres Aroma und die feste, knatschige Konsistenz. Mit einem Überzug aus dunkler Schokoglasur wird die herbe Note unterstrichen. Das tollste an den Brownies: die kurze Zubereitungszeit! Wer eine größere Springform backen will, benutzt am besten die Umrechnungstabelle für verschiedene Springformgrößen.

 

Zutaten für eine 18 cm Springform:

– 100 g Schokolade mit 85%igem Kakaoanteil
– 95 g Butter
– 180 g Zucker
– 1 TL Vanillepaste
– 2 Eier, Größe M
– 75 g Mehl
– 1 Prise Salz
– 125 g dunkle Kuvertüre
– etwas Kokosfett
–  optional: Silber-Zuckerperlen

 

Zubereitung:

Backofen auf 165° C aufheizen. Eine Springform mit 18 cm Durchmesser fetten. Schokolade in kleine Stücke brechen und mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Vom Topf nehmen, Zucker einrühren. Danach Eier und Vanillepaste nacheinander unterrühren, zum Schluss Mehl und Salz unterheben. Am besten nicht mit dem Handrührer, sondern nur mit dem Schneebesen arbeiten, da nicht zuviel Luft in den Teig geraten soll. Circa 25 Minuten backen, bei der Stäbchenprobe soll noch Teig klebenbleiben. 

Kuvertüre hacken, mit etwas Kokosfett über dem Wasserbad schmelzen. Entweder den kompletten Kuchen überziehen oder die abgeschnittenen Stücke mit der Kuvertüre übergießen. Mit silbernen Zuckerperlen dekorieren. 

Ich habe bei meinen Brownies einen Kreis in der Mitte ausgeschnitten. Für was und warum, erfahrt ihr im morgigen Post!

 

Brownies

 

Mohnschnecken mit Puderzuckerglasur

Mohnschnecken

Draußen ist es kalt, windig und herbstlich: der perfekte Tag für einen ordentlichen Mohnrausch! Allerdings möchte ich hier niemanden zum Missbrauch von Opium motivieren, sondern vielmehr zum Verzehr von köstlichen Hefeschnecken mit süßer Mohnfüllung. Zur Drogenherstellung eignet sich Mohn nämlich nur in unreifem Zustand – werden die kleinen Mohnkapseln allerdings reif geerntet, finden sie in vielerlei herzhaften und süßen Speisen Verwendung. Ich habe recherchiert und ein Rezept für Mohnschnecken zusammengestellt, die in ihrer Süße und Konsistenz eher an einen Hefezopf erinnern. Für die knirschende Süße, vor der alle Zahnärzte dringend abraten, sorgt eine dicke Puderzuckerglasur, die in jede Ritze der Schnecken eindringt und sie schön klebrig und knatschig macht. Wichtig beim Mohnkauf: für Füllungen eignet sich am besten gemahlener Mohn, der, einmal geöffnet, vollständig weiterverarbeitet werden sollte, weil er eine nur kurze Haltbarkeitsspanne hat. Die im Rezept genannte Vanillepaste habe ich in der Backabteilung im gut sortierten Supermarkt gefunden. Wer die Paste nicht findet, kann natürlich auch den Inhalt einer Vanilleschote in die Füllung rühren.
Die Schnecken schmecken am Tag der Zubereitung am Besten, denn dann sind sie noch schön frisch und der Hefeteig nicht zu trocken.

 

Zutaten für 2 Bleche Mohnschnecken:

Für den Teig:

500 g Mehl
250 ml Milch
75 g Zucker
80 g Butter
26 g Hefe
50 g Marzipan
2 Eier
1 Prise Salz
Abgeriebene Zitronenschale von 1 Zitrone

Für die Füllung:

250 g gemahlener Mohn
150 ml Milch
100 g Zucker
50 g Butter
2 TL Vanillepaste

 

Zum Bestreichen:

2 Eigelb
2 El Zucker
1 Prise Salz
etwa 250 g Puderzucker und wenig Wasser

 

 Zubereitung:

Die Milch  erhitzen, Marzipan darin auflösen. Handwarm abkühlen lassen, danach Hefe, Zucker, Ei und Zitronenschale in die Marzipanmilch einrühren. Achtung: Milch darf nicht zu heiß sein, sonst wird die Hefestruktur zerstört.

Mehl in eine Schüssel sieben, die Milchmasse darübergeben und mit Butter und Salz zu einem festen Teig kneten. Abdecken und an warmem Ort ruhen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat.

 

Für die Mohnfüllung:

150 ml Milch aufkochen, Butter darin schmelzen. Zucker einrühren, Mohn nach und nach unterrühren. Es soll eine geschmeidige Masse entstehen, die nicht allzu flüssig ist. Wenn der Teig aufgegangen ist, erneut durchkneten. Den Teig falten, damit die Luft eingeschlossen wird.

Den Teig groß ausrollen und die abgekühlte Mohnmasse daraufstreichen. Einrollen und vorsichtig Scheiben davon abschneiden. Mit der Ei-Zucker-Salz Masse bestreichen und bei 180° C etwa 20-30 Minuten backen. (In meinem Gasofen auf Stufe 5 brauchen sie etwa 25 Minuten, bis sie dick aufgegangen und goldbraun sind)

 

Die Mohnschnecken aus dem Backofen nehmen und in noch lauwarmem Zustand mit der Puderzuckerglasur bestreichen.

 Mohnschnecken

Mohnschnecken

Mohnschnecken Mohnschnecken

 

Mokkatorte

Mokkatorte

Während im Sommer fruchtig-frische Torten oder Parfaits auf dem Speiseplan stehen, darf es im Winter ruhig ein bisschen schwerer sein. Ich habe den Herbsteinzug akzeptiert und begrüße ihn mit einer sündigen Mokkatorte mit luftigen Kakao-Sahnetuffs. Der köstlichen Mischung aus süßem Biskuit und herber, dezent gesüßter Kaffeesahne merkt man gar nicht an, wieviel Kalorien in ihr stecken. Für den Biss: Schokoraspel in der Kaffeecreme und silberne Zuckerperlen als Dekoration.

Da mein Freund und ich keine ganze Torte verspeisen können, backe ich immer die kleine Variante in einer 18 cm Backform. Demnächst werde ich unter der Rubrik Download eine Umrechnungstabelle hochladen, mit deren Hilfe ihr ganz einfach die Größe eurer Torten und Kuchen variieren könnt.

 

Zutaten für etwa 16 Stücke:

Für den Teig:

–       5 Eier (Größe M)
–       170 g Zucker
–       4 Päckchen Vanille-Zucker
–       125 g Mehl
–       62 g Speisestärke
–       1 gestrichener TL Backpulver

 

Für die Creme und den Überzug:

–       4-5 TL Espresso Instantpulver (je nachdem wie herb die Torte werden soll)
–       1000 g Schlagsahne
–       2 Päckchen Sahnefestiger
–       100 g Schokoladenraspel
–       2-3 EL ungesüßter Kakao
–       Spritzbeutel mit Lochtülle
–       Backpapier
–       Silber-Zuckerperlen

 

Zubereitung:

–       Backofen auf 175°C aufheizen (Umluft, 150°C). Die Eier trennen. Eiweiß mit 2 EL Wasser steif schlagen, dabei 155 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker einrieseln lassen. Nacheinander die Eigelbe unter die Masse schlagen. Stärke, Backpulver und Mehl vermischen und über die Eimasse sieben. Vorsichtig unterheben, damit der Teig schön luftig bleibt.

–      Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Springform füllen und gleichmäßig glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen etwa 20-25 Minuten backen, bis sich die Oberfläche golden bräunt und bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt.  Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen, danach zweimal waagrecht durchschneiden.

// Tipp: ich ritze den Biskuit rundum auf der gewünschten Höhe etwa 2-3 cm mit einem Messer ein. Jetzt kann man den Teig mit einem festen Garn sauber durchschneiden. Wer sich unsicher ist, backt den Teig einfach in drei Fuhren, damit macht man nichts falsch.//

–       Den untersten Boden fest mit einem Tortenring umschließen. Den Instant-Espresso mit 4 TL kochendem Wasser übergießen und rühren, bis er sich aufgelöst hat. 600 g Sahne steif schlagen, dabei 2 Päckchen Sahnefestiger, 1 Päckchen Vanillezucker und 25 g Zucker einrieseln lassen. Den abgekühlten Espresso unterrühren und die Schokoladenraspel unterheben. Hälfte der Sahne auf dem unteren Boden verstreichen, zweiten Boden darauflegen und auch hier die Hälfte der Sahne auftragen, danach mit dem letzten Boden bedecken und etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

–       400 g Sahne steif schlagen, dabei 2 Päckchen Vanillezucker einrieseln lassen. Die Hälfte der Sahne zum Bestreichen der Torte verwenden, die andere Hälfte in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.

// Tipp: wie wird die Sahne so glatt wie auf dem Foto? Ein Messer in heißes Wasser tauchen und damit die Sahne ringsum glattstreichen. Immer wieder in das heiße Wasser tauchen, bis die ganze Torte schön glatt ist. //

–       Eine Pappe mit Alufolie bespannen und Sahnetuffs daraufspritzen. Kakao mit einem sehr feinen Sieb über die Sahnetuffs sieben, danach für etwa 30 Minuten in den Gefrierschrank stellen, bis sie vollständig gefroren sind. Dann die schönsten Tuffs raussuchen und mithilfe einer Gabel auf der Torte dekorieren. (Wem es nichts ausmacht, dass der Tortenrand etwas Kakao abbekommt, kann die Tuffs direkt auf die Torte spritzen, für Spritzbeutel-Ungeübte ist aber auf jeden Fall die Papp-Variante die Sicherste.)

–       Ganz am Schluss die Silberperlen über der Torte verstreuen und bis zum Servieren gut kühl stellen.

Guten Appetit!

Mokkatorte

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Mokkatorte

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