Ich habe es schon in einem der letzten Beiträge niedergeschrieben, dass ich mich unter der Woche in puncto Kalorien einschränke, dafür aber am Wochenende gerne mal reinhaue. Nachdem mein Freund jetzt aber schon mehrmals seinen frühzeitigen Diabetes-Tod erwähnte, habe ich über meine Kochgewohnheiten nachgedacht. Besonders gesund koche ich tatsächlich nicht. Es gibt zwar viel Gemüse und Obst, aber auch ab und an mal Spätzle, Knödel oder fettes Fleisch. Man kann sich definitiv schlechter ernähren als ich, aber das sollte ich lieber nicht als Maßstab nehmen. In meinem Umfeld habe ich einige Leute, die sehr versiert sind im Thema gesunde Ernährung. Im Speziellen rede ich da von einer schwangeren Freundin, sie achtet sehr auf ihre Gesundheit, isst keinen Raffinade-Zucker und ernährt sich größtenteils vegan, vorrangig natürlich ihrem ungeborenen Kind zuliebe. Aber auch wenn ich nicht schwanger bin, so kann es vorbeugend nicht schaden, hier und dort Alternativen zu finden, ohne dabei an Geschmack einbüßen zu müssen. Da ich am Wochenende immer sehr gerne üppig frühstücke, habe ich mir ein Rezept für Bananenbrot aus dem Internet gesucht und es auf „gesund“ umgemünzt. Statt weißem Zucker verwende ich Agavendicksaft, einen Großteil des Öls ersetze ich durch Apfelmus und statt Weizenmehl nehme ich Dinkelmehl. Ich weiß, dass Agavendicksaft auch nicht optimal ist, aber besser als Zucker ist er auf jeden Fall, da er den Blutzuckerspiegel nur unerheblich beeinflusst. Das Bananenbrot schmeckt ganz und gar nicht „gesund“, die Konsistenz ist durch die geringe Ölbeigabe sehr elastisch, feucht und erinnert an Pancakes. Wer sein Bananenbrot noch kuchenartiger und weniger feucht haben möchte, der ersetzt das Apfelmus komplett durch Pflanzenöl. Die Blaubeeren lassen sich auch gut durch Schokoladenstückchen ersetzen, dadurch wird das Brot noch etwas weniger feucht, als Frühstück ist es dann aber nicht mehr zu empfehlen, dann lieber als ein Stückchen Kuchen zwischendurch.

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Banana Bread

Bananenbrot

Zutaten für eine Kastenform:

Kuchen:
– 60 g Apfelmus
– 20 g Öl (ich nehme neutrales Rapsöl, Sonnenblumenöl hat einen seltsamen Eigengeschmack)
– 2 Eier
– 130 g Agavendicksaft
– 250 g reife Bananen ohne Schale, mit der Gabel zerdrückt (circa 2 große Bananen)
– 60 g Magermilchjoghurt
– 1 TL Vanillepaste
– 1 TL Zimt
– 220 g Dinkelmehl 630
– 1 TL Backpulver
– 50 g Blaubeeren
– 1 Prise Salz
– 4 g Kakaopulver

Topping:
– 250 g Magermilchjoghurt + 100 ml aufgeschlagene Sahne + Vanillemark + etwas Agavendicksaft für die Süße
– Kokosnusschips
– Blaubeeren
– Ahornsirup

Zubereitung:

  1. Am Abend zuvor das Bananenbrot vorbereiten. Dafür Apfelmus mit dem Agavendicksaft und dem Öl verrühren. Vanillepaste und Zimt einrühren. Eier dazuschlagen und mit dem elektrischen Handmixer schaumig schlagen. Bananen mit der Gabel zerdrücken und unterrühren, danach den Joghurt unterrühren.
  2. Mehl mit Backpulver und Salz verrühren und über die feuchten Zutaten sieben, danach schnell unterrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Ein Drittel Teig in eine kleine Schüssel füllen und Kakaopulver hinzugeben.
  3. Backofen auf 170° C vorheizen, jeweils eine Schöpfkelle hellen, dann eine Schöpfkelle dunklen Teig in die Form geben und mit einer Gabel marmorieren. Blaubeeren darüber streuen und etwa 45 min – 1 Stunde backen, bis bei der Stäbchenprobe nichts mehr kleben bleibt. Danach am Rand entlang schneiden, aus der Form stürzen und abkühlen lassen.
  4. Am nächsten Morgen Bananenbrot in daumendicke Stücke schneiden. Etwas Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Brotscheiben von jeder Seite anbraten, bis sie eine schöne, goldbraune Färbung erhalten.
  5. Joghurt mit Vanillemark und Agavendicksaft verrühren. Sahne in einem Messbecher aufschlagen und vorsichtig unter die Joghurtmasse rühren.
  6. Kokosnusschips in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
  7. Je 3-4 Scheiben Bananenbrot auf einem Teller anrichten, mit Joghurt-Sahne, Kokosnusschips und Blaubeeren garnieren.

// English Version

Banana Bread

This recipe contains a little amount of vegetable oil in order to get a more cake-like texture, which is not that moist and pancake-like. You can replace the oil with applesauce completely, then the banana bread will get a very moist texture. You can also replace the applesauce with oil, than it will have a bit more volume and a drier texture.

Ingredients:

Cake:
– 60 g Applesauce
– 20 g vegetable oil
– 2 large eggs
– 130 g Agave syrup
– 250 g ripe bananas without skin, mashed with a fork
– 60 g fat free yogurt
– 1 tea spoon vanilla paste
– 1 tea spoon cinnamon
– 220 g spelt flour
– 1 teaspoon baking powder
– 50 g blueberries
– 1 pinch of salt

Topping:
– 250 g low fat yogurt + 100 ml whipping cream + vanilla paste and a bit of agave syrup for the sweetness
– coconut chips
– blueberries
– maple syrup


Method:

  1. The evening before the breakfast takes place, prepare the banana bread. Therefor, whisk together applesauce, agave syrup and vegetable oil. Stir in vanilla paste and cinnamon. Add eggs and whisk foamy with your electric hand mixer. Mash your bananas with a fork and add to the oil-egg-mixture. Finally, add the yogurt.
  2. Combine spelt flour, baking powder and salt and sieve it over the wet ingredients, until all clumps are gone. Put 1/3 of the dough in another bowl and mix in cocoa powder.
  3. Preheat your oven to 170°C and grease your loaf pan. Add one scoop light and one scoop dark dough after another until all the dough is gone. Marble it with a fork. Sprinkle blueberries on top and bake for about 45-60 minutes. Remove pan from the oven, cut banana bread along edges and remove cake from the pan and let it cool over night.
  4. The next morning, cut 2 cm slices of the banana bread and fry it in a hot pan with a little bit of butter from both sides until they get a nice, golden brown colour.
  5. Whisk together yogurt and vanilla paste. Whip your whipping cream in a seperate bowl and carefully fold it under your yogurt-mixture.
  6. Roast your coconut chips in a hot pan without added fat.
  7. Serve your fried banana bread with yogurt sauce, maple syrup, coconut chips and fresh blueberries.

 

 

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