Anlass meines heutigen Posts ist meine neueste Errungenschaft im Kamera-Fuhrpark: Die Canon 50 mm f/1.4 Festbrennweite! Bislang habe ich immer mit dem kleineren Bruder, dem günstigen f/1.8-Objektiv fotografiert. Ich war zwar zufrieden mit der Bildqualität, extrem gestört hat mich allerdings der langsame und ungenaue Autofokus, der der günstigen Verarbeitung zu verschulden ist. Das ist mit meinem neuen Objektiv schon was ganz anderes – dafür ist es auch dreimal so teuer… Trifft der Autofokus des 1.8 sieht man an der Bildqualität allerdings kaum einen Unterschied, aber das Gefühl und die Wertigkeit, wie das 1.4er Objektiv an der Kamera und in der Hand liegt, ist einfach ein ganz anderes. Die Festbrennweite 50 mm 1.8 oder 1.4 kann ich meinen Blogger-Kollegen und Kolleginnen übrigens nur wärmstens empfehlen. Auf Crop-Kameras, so wie ich eine nutze (EOS 600D) entspricht die 50-Brennweite im Format einer 85 mm Brennweite und ist daher ideal für Portrait- und Foodfotos. Durch die hohe Lichtstärke bekommt man auch bei eher schlechtem Tageslicht noch stimmungsvolle Bilder raus, zudem wird das zu fotografierende Objekt bei geöffneter Blende kunstvoll freigestellt. Ein Gestaltungsmittel, das ich für meinen Blog sehr liebgewonnen habe!

Da ich mein neues Objektiv erst seit zwei Tagen besitze und noch gar nicht so richtig damit loslegen konnte, habe ich mich heute früh in die Küche gestellt um winterliche Zimtschnecken zu backen, die ich sowieso schon eine halbe Ewigkeit mal machen wollte.

Das Resultat: Die Schnecken sind richtig lecker, saftig, buttrig und aromatisch – an der Bildqualität erkenne ich aber keinen Unterschied. Aber da hatte ich eigentlich nichts anderes erwartet :-)

Zimtschnecken

ZIMTSCHNECKEN

Zutaten für etwa 15 Zimtschnecken

Teig:
500 g Weizenmehl, 405
200 g Sahne
1 Pck. Trockenhefe
60 g Zucker
1 TL Zimt
1 Prise Muskatnuss
100 g weiche Butter
1 Ei
3 g Salz
1/2 TL Vanilleextrakt

Füllung:
100 g weiche Butter
70 g Zucker
1 EL Zimt
1/2 TL Vanilleextrakt

Glasur:
1 Ei
80 g gehackte Mandeln, geschält
3 EL Zucker
Wasser

Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig in der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen, weichen Teig verkneten. Danach etwa 1 Stunde oder etwas länger ruhen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Das dauert durch den hohen Fettanteil etwas länger als bei Hefeteigen für z.B. Baguette.

Währenddessen die weiche Butter für die Füllung mit Zucker, Zimt und Vanilleextrakt verrühren.
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Nach dem Gehen den Teig auf ein Rechteck mit 40×50 cm Größe ausrollen. Die Füllung komplett auf dem Teig verteilen, danach jeweils die äußeren Drittel zur Mitte schlagen.
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2,5 cm dicke Streifen abtrennen, diese dann bis 1 cm vor Ende aufschlitzen. Die einzelnen Stränge gegeneinander verdrehen und zu einem Knoten zusammenstecken. So vorgehen, bis der Teig aufgebraucht ist, wieder etwa 60 Minuten gehen lassen.
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Den Ofen auf Ober-Unterhitze 200° vorheizen. In der Zwischenzeit Mandeln ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Nüsse auf der Pfanne nehmen. Circa 1-2 Espressotassen Wasser mit 3 EL Zucker im gleichen Topf aufkochen. Wenn der Zucker leicht karamellisiert, also braun wird, die Nüsse hinzugeben und kurz weiterköcheln lassen. Danach großflächig auf einem Backpapier verteilen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Glasur 1 Ei verquirlen und die Schnecken mit einem Pinsel  bestreichen. Danach das Mandelkrokant in kleine Stücke brechen und auf den Schnecken verteilen.

Jetzt im vorgeheizten Backofen etwa 15-25 Minuten backen, bis die Schnecken hochgegangen sind und goldbraun sind. Vor dem Servieren noch leicht mit Puderzucker bestäuben.

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