Bislang habe ich meine Knoblauchbutter immer aus weicher Butter, geriebenem Knoblauch und Gewürzen hergestellt. Doch was, wenn man keine oder nur steinharte Butter im Haus hat, wenn es im Supermarkt nur noch die Halbfettvariante oder (zur Plätzchenzeit) gar keine Butter mehr gibt? Dann ist die Zeit gekommen,  einen Blick auf die traditionelle Butterherstellung zu werfen. Jeder kennt den Prozess, wenn Sahne etwas zu lange geschlagen wurde – sie flockt aus und das Fett trennt sich vom Wasser. Für Sahnetorten ist die überschlagene Sahne unbrauchbar, wer jetzt allerdings noch 15 Minuten mehr Zeit investiert, stellt sich köstliche Butter in Eigenproduktion her.

Ich habe anhand einiger Bilder verdeutlicht, bis zu welchem Stadium Sahne geschlagen werden muss, bis sie zu stichfester Butter wird. Wer bis dorthin gekommen ist, kann die Butter noch nach Geschmack aromatisieren. Entweder wie ich mit Knoblauch, Salz und Rosmarin, oder mit Zitrone-Thymian etc. etc., die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Wichtig: die Wunschzutaten direkt nach der Herstellung einzukneten, denn in diesem Stadium ist die Butter noch sehr weich, geschmeidig und für jegliche Aromen aufnahmefähig.

 

 

Zutaten für etwa 190 g Butter:

 

– 500 ml Sahne (wenn möglich aus dem Biomarkt, ohne den Stabilisator Carrageen)

– eine Prise Salz

– einen Handmixer oder Schneebesen (und dazu noch viel Ausdauer und Muskelkraft)

– geriebener Knoblauch, 1/2 Zehe

– 1 Rosmarinzweig

 

Zubereitung:

– Die Sahne so lange schlagen, bis sich die Buttermilch vollständig vom Fett getrennt hat. Sahne danach unter fließendem, kaltem Wasser durchkneten, bis alle Flüssigkeit vollständig ausgetreten ist und das Wasser klar wird.

– Die Butter salzen und mit geriebenem Knoblauch gut vermengen. Danach in eine Form füllen und kühl stellen.

Et voilà, selbstgemachte Butter!

 

 

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